Ganz nüchtern betrachtet ist ein Punkt beim zuhause sehr unangenehm auftretenden 1. FC Heidenheim kein Problem. Doch der 1. FC Köln hatte auch in diesem Duell wieder einige schwächere Momente. Und das passt zum Gesamtbild der letzten Wochen als die Kölner immer wieder auch vor der Winterpause schwächelten.
Nach einem guten Start in die Saison gab es einige Ausfälle, aber auch fußballerisch keine Weiterentwicklung. Zudem sorgten einige Personalentscheidungen von Trainer Lukas Kwasniok für Unruhe. Said El Mala so oft als Joker zu bringen ist zum Beispiel ein heißes Thema in und um Köln.
Und rund um das Heidenheim-Spiel spitzte sich der Zoff noch einmal zu. In Köln brodelt es.
Ultras schießen gegen Kwasniok
Die Ultras haben die Schnauze voll und attackieren Kwasniok in Heidenheim erstmals offen mit einem Plakat, auf dem sein Name am Ende mit dem türkischen Wort „Yok“ geschrieben wird. Das heißt übersetzt „Nein“. „Ich weiß nicht genau, warum und weswegen, aber ich nehme es jetzt zur Kenntnis“, sagt Kwasniok und stellt sich den Fans: „Wir versuchen, in Kommunikation zu treten, was in irgendeiner Form da jetzt Thema ist.“ Er weiß: „Ich kann nur mit Leistung und Punkten vorangehen.“
Es ist eine Mischung aus vielen Elementen, die am Ende dafür sorgt, dass es in Köln derzeit brodelt. Köln holte nur 3 von 21 möglichen Punkten aus den letzten 7 Spielen und ist in dieser Zeit das schlechteste Team der Liga. Es sind fußballerisch auch wirklich schwache Auftritte gewesen zuletzt und das sorgt auch im Klub für ein wenig Diskussionsstoff.

Auch die El-Mala-Personalie kommentierte Kwasniok: „Wenn er viel abarbeiten muss, kommen seine Künste nicht ganz so zur Geltung. Deswegen lassen wir immer wieder andere Spieler abarbeiten und Said darf die Spiele dann entscheiden.“ Das ist definitiv ein Risiko und zwar eines, das sich zuletzt nicht wirklich auszahlte. Eines ist klar: Wenn sich die Dinge nicht schnell verbessern, wird es auch für den Trainer eng.

