Frankreichs Presse schrieb von einem „Donnerschlag“ – doch bei Paris Saint-Germain wollte man das völlig überraschende Pokal-Aus gegen den kleinen Stadtrivalen FC Paris nicht überbewerten.
„Das Ergebnis ist ungerecht, aber man muss es akzeptieren“, sagte Startrainer Luis Enrique nach dem 0:1 (0:0) im Sechzehntelfinale: „Wir haben sehr gut gespielt, wir haben die ganze Arbeit gemacht und das Spiel dominiert.“ Trotzdem ist die Titelverteidigung futsch, PSG muss sich jetzt neu sortieren und ausrichten.
PSG muss sich nun sammeln
Erstmals seit zwölf Jahren schied der Dauersieger im nationalen Pokal derart früh aus – dient dies nun als Warnung für den Großklub und seine Ziele? „Wenn du auf das Ergebnis schaust, vielleicht. Aber wir waren das ganze Spiel deutlich überlegen, es ist ein bizarres Resultat.“
Der Champions-League-Sieger verlor am Ende durch den Treffer von Jonathan Ikone (74.), die Sportzeitung L’Equipe schrieb von einem „Donnerschlag“ im Parc des Princes. Le Parisien nahm „ein regelrechtes Erdbeben für die Mannschaft von Luis Enrique“ wahr, „die seit der Ankunft des spanischen Trainers auf nationaler Bühne unwiderstehlich war“.

PSG hatte in der vergangenen Saison die Champions League sowie die Meisterschaft und den Pokal gewonnen, in diesem Jahr ist das nun nicht mehr möglich. Und auch in der Ligue 1 ist es derzeit ein enges Rennen, nach der Hinrunde führt der RC Lens die Tabelle überraschend mit einem Punkt Vorsprung auf PSG an. In der Champions League liegt Paris als Dritter im Soll.

