Spielen bald noch mehr Superstars in der Saudi Pro League? Die Golf-Monarchie besitzt ganz offenbar große Pläne.
Wie Transfer-Insider Ben Jacobs berichtet, planen die Verantwortlichen der Liga eine massive Transfer-Offensive. Mindestens 50 ausländische Top-Spieler wolle man bereits im kommenden Sommer verpflichtet. Mit diesem Vorhaben möchte man nicht nur sportlich, sondern auch politisch und wirtschaftlich ein klares Signal setzen.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um große Namen am Karriereende. Der Fokus ist mittlerweile ein anderer. Man sucht viel eher Spieler im besten Fußballalter, Stars auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit. Bis zu zwei Milliarden Euro pro Saison stehen den Klubs dafür zur Verfügung. Dieser nahezu grenzenloser Etat kann flexibel für Ablösen, Gehälter und Beraterhonorare eingesetzt werden. Gleichmäßige Verteilung ist kein Faktor. Wer Mittel benötigt, der bekommt das Geld.
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Saudi-Arabien: Mo Salah im Zentrum der Spekulationen
Die internen Wunschlisten strotzen dabei nur so vor Weltklasse. Unter anderem diskutiert die Liga über Spieler wie Mohamed Salah, Bruno Fernandes, Vinícius Junior, Casemiro oder Robert Lewandowski. Besonders brisant ist der Fall Salah. Nach ersten Spannungen mit Liverpools neuem Trainer Arne Slot soll es bereits eine unverbindliche Anfrage aus Saudi-Arabien gegeben haben. Auch wenn Liverpool bis 2027 mit dem Ägypter plant, scheint ein früherer Abgang nicht ausgeschlossen.
Parallel zur Transferpolitik treibt Saudi-Arabien einen strukturellen Umbau voran. Mehrere Klubs sollen privatisiert werden, die direkte Beteiligung des Staatsfonds PIF langfristig enden. Al Hilal gilt als Vorreiter dieses Modells. Ziel ist es, die Liga nachhaltiger, unabhängiger und global marktfähig zu machen.
Selbst ein Abschied von Cristiano Ronaldo ist bereits einkalkuliert. Um den drohenden Verlust an Aufmerksamkeit abzufedern, wird sogar darüber nachgedacht, den Superstar künftig als Klubbesitzer oder offizielles Aushängeschild einzubinden. Bleibt die Frage: Visionärer Masterplan oder maßloser Größenwahn?

