In den letzten Tagen und Wochen kamen mehr und mehr Gerüchte rund um einen Boykott der WM 2026 auf. Sogar in Deutschland oder generell in Europa. Oke Göttlich zum Beispiel machte dieses Thema auf, auch einige Politiker forderten, sich zumindest mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Insbesondere nach den kürzlichen Drohungen seitens Donald Trump in Richtung Europa rund um den Grönland-Konflikt haben sich die Dinge zugespitzt. Die Politiker in Frankreich sehen den Rahmen für einen Boykott zwar noch nicht gegeben, aber die Entwicklungen werden dort sicher auch beobachtet.
Zumal die Einreisekomplikationen für Fans einiger Länder und die hohen Tickets generell schon für Diskussionsstoff sorgten. Klar, das rechtfertigt keinen Boykott, aber es ist ein Thema.
Neuendorf not amused von möglichem Boykott
Laut BILD-Informationen ist dieses Thema auch zu DFB-Präsident Bernd Neuendorf durchgedrungen. Aus dem Umfeld erfuhr das Medium, dass Neuendorf „not amused“ sei über die Forderung nach einem WM-Boykott und die Aussagen von Göttlich. Eine Debatte über einen WM-Boykott lehne er derzeit ab, auch weil Leidtragende die Spieler und Fans wären.
Im Rahmen des Bundesligaspiels von Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen äußerte sich auch Simon Rolfes zu diesem Thema. „Ich finde, das hat ja bei der WM 2022 schon gut geklappt. Dass Deutschland da irgendwie versucht hat, bei der WM ein Zeichen zu setzen und das Teile der Welt anders gesehen hat. Ich bin Sportverantwortlicher, ich will mich nicht zu Politik äußern. Natürlich haben wir als Sport eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft, aber Politik sollte Politik machen und wir sollten Sport machen.“
Nationalspieler Ridle Baku (27) sprach auch gegenüber BILD: „Schon als kleiner Junge träumt man davon, eine WM zu spielen. Ich bin kein Politiker, das müssen andere entscheiden. Ich konzentriere mich auf den Sport und wenn ich eine WM spielen kann, dann sage ich natürlich nicht Nein.“

