Der FC Schalke 04 hat am Sonntagmittag ein unerwartetes Comeback hingelegt, als man in der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern gefordert war. Lange sah es danach aus, dass die Knappen ihre Partie gegen die Roten Teufel verlieren würden. Das war dem Doppelpack von Kaiserslautern-Stürmer Ivan Prtajin geschuldet: FCK-Coach Torsten Lieberknecht wechselte den kroatischen Angreifer in der 61. Minute ein. Unmittelbar brachte der Stürmer seine Mannschaft mit seinem ersten Ballkontakt in Führung. In der 83. Minute vollendete er schließlich einen Konter zum 2:0.
Es war der vermeintliche K.-o.-Treffer für Königsblau – doch in der Schlussphase gelang es Schalke tatsächlich, doch noch in die Partie zurückzufinden. Ausgerechnet Starneuzugang Edin Dzeko, der erst vor wenigen Tagen nach Gelsenkirchen gekommen war, sorgte in der 87. Spielminute für den 1:2-Anschluss. Mit diesem Tor weckte er die Veltins-Arena wieder auf. Der S04 nutzte diese Energie und glich nur drei Minuten später zum 2:2 aus, als Kenan Karaman den Ball nach einer Ecke in den gegnerischen Kasten hineinstocherte. Schalke ging bei diesem Remis also definitiv als Sieger vom Platz. Nach dem Spiel sprach Cheftrainer Miron Muslic in höchsten Tönen über Dzeko!
Muslic über Dzeko: „Haben ihn heute gebraucht“
Miron Muslic (43) ist sehr zufrieden mit der Leistung, die Edin Dzeko (39) am Sonntagmittag im Zuge seines Debüts für den FC Schalke 04 gegen den 1. FC Kaiserslautern gezeigt hat. Das geht aus dem TV-Interview hervor, das der Cheftrainer der Knappen im Nachgang der Begegnung mit den Roten Teufeln gegeben hat. Hinsichtlich der fußballerischen Qualitäten des routinierten Stürmerstars betonte der 43-Jährige: „Das sind Dinge, die uns in den letzten sieben Monaten gefehlt haben. Ein Target-Player, der Bälle behaupten und sich durchsetzen kann. Das haben wir jetzt mit Edin.“

Dzeko leitete die Aufholjagd des S04 gegen Kaiserslautern mit seinem 1:2-Anschlusstreffer am vergangenen Wochenende ein. „Edin bringt uns zurück ins Spiel mit dieser Edin-Klassik-Situation. Er bringt das ganze Stadion noch mal zurück, bringt die Hoffnung noch mal zurück“, beschrieb Muslic den Einfluss des Winterneuzugangs. In der 87. Spielminute war die Schalker Niederlage beim Spielstand von 0:2 vermeintlich schon besiegelt. Dzeko nahm einen hohen Ball im Strafraum dann allerdings überragend mit der Brust an, schloss anschließend überlegt ab und erzielte somit das 1:2. Kenan Karaman besiegelte wenig später den 2:2-Endstand.
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„Wir haben ihn heute gebraucht“, fasste Muslic den Spielverlauf mit Blick auf Dzeko zusammen. Dem Vernehmen nach hätte Schalkes neuer Mittelstürmer am Sonntagmittag maximal für eine Viertelstunde auf dem Platz stehen sollen. Offensichtlich entschied sich Muslic allerdings anders: Der 43-Jährige wechselte Dzeko schon in der 67. Spielminute ein. Nach mehr als 15 Jahren kehrte der Bosnier somit in den deutschen Profifußball zurück. Zuletzt lief er hierzulande am 22. Dezember 2010 für den VfL Wolfsburg auf, als die Autostädter überraschend mit einer 1:3-Heimniederlage gegen den FC Energie Cottbus im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal ausschieden.

