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90PLUS » Diskussion um zusätzliche VAR-Befugnisse: „Nicht das, was wir wollen“
Bundesliga

Diskussion um zusätzliche VAR-Befugnisse: „Nicht das, was wir wollen“

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26.01.26, 09:52
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VAR-Chef Jochen Drees hat Kritik an den Plänen zu erweiterten Befugnissen des Video-Assistenten geäußert. „Das ist nicht das, was wir wollen“, sagte der Leiter Innovation und Technologie der für Referees zuständigen Schiri GmbH des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der FAZ: „Das läuft entgegen der Richtung, die eingeschlagen wurde.“

Wie in der vergangenen Woche bei einem Treffen des International Football Association Board (IFAB) vorgeschlagen wurde, sollen Video-Schiedsrichter (VAR) künftig auch Eckball-Entscheidungen sowie die zweite Verwarnung bei einer Gelb-Roten Karte überprüfen können. Bisher dürfen nur Tore, Strafstöße, Rote Karten und mögliche Verwechslungen bei Platzverweisen überprüft werden.

Mehr Befugnisse für den VAR?

Er könne zwar „den Impuls verstehen, dass man potentiell spielentscheidende Situationen wie eine Gelb-Rote Karte überprüfen lassen will“, sagte Drees: „Aber man eröffnet ein neues Feld und kommt dabei wieder in den Bereich der Ermessensentscheidung des Schiedsrichters hinein“. Zudem seien die Vorschläge „nicht konsequent durchdacht“, so der 55-Jährige: „Denn wenn man die zweite Gelbe Karte prüfen kann, müsste man auch die erste Karte prüfen können“.

Auch bei der Überprüfung von Eckbällen würde man voraussichtlich „eine künstliche Verzögerung schaffen“, in deren Konsequenz „der Schwarze Peter“ wieder „beim Schiedsrichter abgeladen“ würde, kritisierte Drees. Letztlich müsse man sich aber der Entscheidung des IFAB beugen, der laut Drees aber nicht zuletzt die Interessen des Weltverbands FIFA berücksichtigen müsse.

Die Befugnisse für den VAR könnten schon bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) erweitert werden. „Die Vorstellung, dass das WM-Finale durch einen unberechtigten Eckstoß oder eine falsche Gelb-Rote Karte entschieden wird“ sei für die FIFA „natürlich ein Albtraum“, sagte Drees: „Deshalb gibt es vor einem WM-Turnier eine solche Änderung. Aber was das bedeutet für nationale Ligen, die an jedem Wochenende 18 Spiele durchführen, wird manchmal nicht ausreichend bedacht.“

Die Vorschläge müssen auf der IFAB-Generalversammlung am 28. Februar in Wales abgesegnet werden. Für Neuerungen in den Regeln braucht es eine Dreiviertelmehrheit der Mitglieder.

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