Es war eine überraschende Meldung, die dem BVB einen ordentlichen Schrecken verpasste. Aaron Anselmino, den die Dortmunder erst im Sommer vom FC Chelsea ausgeliehen haben, wird wieder zu den Blues zurückkehren.
Der Verteidiger wurde wieder zurück beordert. Eine entsprechende Klausel im Leihvertrag hat Chelsea nun aktiviert. Und zwar am letztmöglichen Tag. Das sorgte nun für Fragezeichen bei den Schwarzgelben.
Denn damit hatte niemand gerechnet. Klar, der BVB wusste, dass die Klausel existiert, aber es deutete nichts darauf hin, dass sie auch aktiv wird. Jetzt sind die Verantwortlichen der Dortmunder laut Informationen von BILD stinksauer auf die Chelsea-Bosse.
BVB-Bosse sauer – Dortmund trifft Kaderentscheidungen
Bitter für den BVB: Diese Maßnahme sorgt nicht nur für Ärger. Sie setzt Borussia aber gleich in mehrfacher Hinsicht unter Druck. Intern mussten nun schnelle Entscheidungen gefällt werden. Denn für Sport-Boss Lars Ricken (49), Sportdirektor Sebastian Kehl (45) und Trainer Niko Kovac (54) ergeben sich nun neue Kader-Baustellen. Die Abwehr ist zwar noch solide in der Breite besetzt, aber viel passieren darf nicht mehr.

Nach BILD-Informationen gibt es auf jeden Fall keinen Plan für einen möglichen Not-Deal, sei es per permanentem Transfer oder per Leihe. Eine durchaus überraschende und risikobehaftete Entscheidung angesichts der eigenen, dünnen Defensiv-Personaldecke und den eher wackeligen Auftritten von Spielern wie Niklas Süle, der ohnehin im Sommer den Klub verlässt.
Beschlossen hat man auch, dass der junge Filippo Mane (20) jetzt im Winter doch nicht verliehen wird. Bei passenden Angeboten wären die Dortmunder dazu nämlich bereit gewesen. Auf die Planungen für den Sommer wird das nun aber keine großen Auswirkungen haben, denn mit einem Anselmino-Abgang war ohnehin gerechnet worden.

