Geht jetzt alles ganz schnell? Albert Riera könnte schon gegen Bayer 04 Leverkusen erstmals auf der Bank von Eintracht Frankfurt sitzen.
Der Spanier gilt als Top-Favorit auf die Nachfolge des entlassenen Dino Toppmöller. Mit dem 43-Jährigen ist sich die SGE bereits einig, der neue Coach soll einen Vertrag bis 2028 unterschreiben. Wie der kicker berichtet, verhandelt der Bundesligist derzeit noch mit NK Celje über die Ablöse. Riera verfügt zwar über eine Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro, so viel wird die Eintracht jedoch nicht auf den Tisch legen.
Obwohl auch andere Namen wie Marco Rose (vereinslos) und Jacob Neestrup (Kopenhagen) gehandelt wurden, galt Riera offenbar von Anfang an als Wunschlösung der SGE-Verantwortlichen. Als Trainer ist der ehemalige spanische Nationalspieler noch nicht auf der ganz großen Bühne in Erscheinung getreten, hat aber durchaus bereits einige Erfolge vorzuweisen.
Frankfurt: Riera soll Defensive stabilisieren
2020 startete er als Co-Trainer bei Galatasaray, ehe er 2022 bei NK Olimpija Ljubljana seine erste Station als Chefcoach antrat. Den Hauptstadtklub führte er auf Anhieb zur slowenischen Meisterschaft und holte sogar das nationale Double. Nach einem ersten Intermezzo bei NK Celje unterschrieb Riera 2023 bei Girondins Bordeaux, nahm nach dem Zwangsabstieg nach einem Jahr aber wieder seinen Hut und kehrte zu NK Celje zurück. 2025 feierte der Spanier dort erneut den slowenischen Pokalsieg.

Als Spieler war Riera unter anderem für Liverpool, Manchester City, RCD Espanyol und Bordeaux aktiv. Zwischen 2007 und 2009 zählte er immer mal wieder zum Kader der spanischen Nationalmannschaft, schaffte es trotz vier Toren in 16 Einsätzen jedoch nie in den Kader für ein großes Turnier. 2016 hing der designierte Frankfurt-Coach beim FC Koper (Slowenien) die Schuhe an den Nagel und widmete sich seiner zweiten Laufbahn auf der Trainerbank.
Bei der SGE steht Riera eine große Aufgabe bevor. Der 43-Jährige muss den Abwärtstrend stoppen und dabei vor allem die löchrige Defensive stabilisieren. In den letzten fünf Pflichtspielen kassierte der Traditionsklub jeweils drei Gegentore.

