Vincent Kompany
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Die Ausgangssituation für das Duell Werder Bremen gegen Bayern München scheint klar zu sein. Im zweiten Saisonduell der beiden Teams sind die Bremer zwar Gastgeber und doch klarer Außenseiter. Schließlich spricht nicht nur die Statistik, sondern auch der aktuelle Tabellenplatz klar für den Serienmeister aus München.

Dieser führt die Tabelle immer noch klar vor Borussia Dortmund und Hoffenheim an. Daran konnten zuletzt auch die überraschende Niederlage gegen Augsburg und der Punkteverlust gegen den HSV nichts ändern. Allerdings wurde in beiden Spielen sichtbar, dass auch krasse Außenseiter ihre Chance gegen das Powerhouse aus Bayern suchen und finden können.

Der Titelverteidiger gegen den Abstiegskandidaten

Doch die Mannschaft von Trainer Vincenz Kompany gilt immer noch als haushoher Favorit auf den Titel. Zwar bieten Portale wie Gambling.com, die beste Online Casino Seite des Landes, und unabhängige Sportwetten Vergleichs Plattform, zahlreiche Buchmacher, doch diese bieten allesamt nur noch sehr niedrige Quoten auf die erfolgreiche Titelverteidigung der Münchner an. Zu dominant tritt die Mannschaft in dieser Saison auf, als dass es möglich erscheint, dass ihr noch jemand den deutschen Fußballmeister Titel streitig machen könnte.

Entsprechend schlecht sind auch die Chancen von Werder Bremen, den FC Bayern München zu Hause tatsächlich zu fordern. Immerhin hat Werder Bremen alle Hände voll zu tun, Abstand zwischen sich und die Abstiegszone zu bringen. Dabei kann jeder einzelne Punkt von entscheidender Bedeutung werden.

Erwartete Aufstellungen und taktische Ausrichtung

Für die Hausherren im Weserstadion gilt es daher am 14. Februar eine taktische Ausrichtung zu finden, die den Spielraum von Bayern München auf dem Platz einschränkt. Dies dürfte mit einem 4-2-3-1-System am besten zu realisieren sein. Eine dichte und kompakte Abwehr vor dem Torhüter kann den Münchnern „die Luft zum Atmen“ nehmen und deren Durchschlagskraft vor dem Tor bremsen.

Doch damit dies gelingt, müssen bereits die beiden Sechser, Senny Lynen und Jens Stage, die Räume im Zentrum schließen und so das Vorwärtsspiel der Bayern stören. Ein kompaktes Mittelfeld wird also der Schlüssel dazu sein, um den FC Bayern München in seinem Spielaufbau zu stören und regelmäßige Durchbrüche in Richtung des Werder-Tors zu verhindern. Doch damit allein, ist der Erfolg noch nicht garantiert.

Werder Bremen wird versuchen müssen, über schnelle Umschaltmomente vor das Tor der Gäste zu gelangen. Eine tiefer stehende Linie könnte die tempointensiven Läufe des Meisters neutralisieren und wirkungsloser als gewohnt machen. Doch damit diese Überlegungen auf dem Platz zum Erfolg führen, muss der nächste Trainer von Werder Bremen seine Mannschaft defensiv stabil organisieren und für einen kollektiv starken Auftritt sorgen. Individuelle Fehler gegen Bayern München führen erfahrungsgemäß schnell zu Gegentoren.

Bayerische Dominanz und Kontrolle

Die Aufstellung des Meisters dürfte neuerlich vom Anspruch auf Dominanz und Kontrolle geprägt sein. Der Meister wird in einem 4-3-3 System erwartet. Dieses setzt auf Ballbesitz, schnelle Positionswechsel und eine unwiderstehliche Angriffsdynamik. In der Offensive dürften Spieler wie Serge Gnabry und Joshua Kimmich neuerlich Dreh- und Angelpunkt des Spiels werden. Schließlich wissen sie den alten und wohl auch neuen Torschützenkönig der Deutschen Fußball Bundesliga vor sich.

Harry Kane ist im Angriff der zentrale Erfolgsfaktor von Bayern München. Er feierte im letzten Duell gegen Werder Bremen seinen damals insgesamt 100. Treffer für die Münchner und das im 104. Spiel. Die Tormaschine Kane zündet nahezu immer, ihn halbwegs unter Kontrolle zu halten, wird die große Herausforderung für die Abwehr von Werder Bremen.

Bayern München wird daher auf eine klare Überlegenheit im Ballbesitz setzen und die Defensive des Gegners auseinanderziehen. Das können die immer wieder aufrückenden Außenverteidiger garantieren, um so Raum für Harry Kane zu schaffen. Eröffnen sich Chancen, dann werden die Bayern diese mit Präzision nutzen. Es kommt für sie also darauf an, die voraussichtlich kompakt stehende Abwehr des Gastgebers zu destabilisieren.

Strategie zum Erfolg

Werder Bremen wird also über die vollen 90 Minuten gezwungen sein, Raum und Tempo einzuschränken. Wenn es gelingt, die Ballzirkulation der Münchner früh zu stören und so deren Spielfluss zu unterbrechen, besteht die Chance auf einen Überraschungskonter. Gelingen diese nicht, ist der rasche und geordnete Rückzug entscheidend, um nicht überrollt zu werden.

Bayern Münchens Offensive setzt zumeist auf breite Angriffe über die Flügel, die durch die aufrückenden Außenverteidiger noch mehr Druck in Überzahl erzeugen. Wenn das Mittelfeld beginnt, seine Positionen zu tauschen, macht dies die Zuordnung für den Gegner noch schwieriger. Danach folgen die gefürchteten vertikalen Pässe, die Harry Kane in Position und oft auch zum Torerfolg bringen. Dies gilt es auch diesmal zu beachten, wenn Werder Bremen eine Chance gegen die übermächtigen Gegner aus dem Süden Deutschlands haben möchte.

Werder Bremen muss daher die Zweikämpfe im Mittelfeld gegen die Kreativabteilung des Gegners gewinnen und seine Reihen vor dem Tor dicht gedrängt halten. Die Gäste sind klarer Favorit und können mit einem Erfolg im Weserstadion ihre großen Ambitionen für diese Saison untermauern.