Nach langem Hin und Her steht Dayot Upamecano vor dem Verbleib beim FC Bayern. Dennoch wirft der Poker kein gutes Licht auf die Münchener.
Dieser Meinung ist zumindest der TV-Experte und ehemalige Bayern-Profi Dietmar Hamann. „Die Bayern sind Beifahrer bei den Verhandlungen. Die werden von den Beratern am Nasenring durch die Manege geführt“, sagte der 52-Jährige bei Sky. Nachdem die eigentliche Deadline für eine Vertragsverlängerung bereits abgelaufen war und der Verein das Angebot bereits schriftlich zurückgezogen haben soll, kam Upamecano doch nochmal auf den FCB zu und steht nun vor der Unterschrift.
„Das ist ein Armutszeugnis“, polterte Hamann: „Wenn sie das Angebot zurückziehen, kann er kein Angebot annehmen, weil es zu dem Zeitpunkt, eine Stunde später, keins mehr gibt. Das ist für den Verein ein Armutszeugnis, wenn das so gewesen sein sollte. Wenn das Angebot zurückgezogen ist und er ruft eine Stunde später an, dann hätte ich gesagt: Upamecano, komm morgen in der Geschäftsstelle vorbei, dann machen wir Dir ein neues Angebot, das aber nicht so hoch ist wie das Letzte.“
Hamann: „Eine größere Schwäche kann ein Verein nicht zeigen“
Für Hamann ist der FC Bayern der große Verlierer der Vertragsposse, auch wenn sich nun doch der Verbleib des Schlüsselspielers andeutet. „Eine größere Schwäche kann ein Verein doch nicht zeigen“, fand der TV-Experte deutliche Worte zum Vorgehen seines ehemaligen Arbeitgebers, mit dem er zweimal die deutsche Meisterschaft gewann.
Die Verhandlungen mit dem Innenverteidiger hatten sich über viele Monate gezogen, sein aktueller Vertrag läuft nach der Saison aus. Internationale Top-Klubs wie Real Madrid und Paris Saint-Germain wollten den Franzosen gerne ablösefrei verpflichten.

Upamecano trägt seit 2021 das Trikot des deutschen Rekordmeisters, damals kam der Abwehrspieler von RB Leipzig an die Säbener Straße. Unter Trainer Vincent Kompany ist der französische Nationalspieler gesetzt und stand in der laufenden Spielzeit in 16 von 20 Bundesligaspielen auf dem Rasen.

