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90PLUS » Khedira bricht Lanze für 50+1: „Haben eine einzigartige Fankultur“
Bundesliga

Khedira bricht Lanze für 50+1: „Haben eine einzigartige Fankultur“

Philipp Overhoff
04.02.26, 18:56
Philipp Overhoff
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Auf der Spobis Conference in Hamburg hat Ex-Nationalspieler Sami Khedira klare Position im viel diskutierten Streit um die Zukunft des deutschen Fußballs bezogen.

In einem Talk mit Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche, DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig und DFL-Geschäftsführer Marc Lenz ging es vor allem um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga sowie um aktuelle Defizite in der Nachwuchsförderung. Dabei rückte auch die 50+1-Regel in den Fokus, wobei sich Khedira entschieden hinter deren Beibehaltung stellte.

Der Weltmeister von 2014 widersprach der häufig vorgebrachten Argumentation, wonach die Bundesliga aufgrund geringerer finanzieller Mittel strukturell benachteiligt sei. „Die Ausrede, dass die Premier League mehr Geld und dadurch einen Wettbewerbsvorteil hat, lasse ich nicht gelten. Die Bundesliga ist ein wunderbares Produkt. Wir sollten 50+1 nicht als Nachteil auslegen und uns als Opfer hinstellen“, erklärte Khedira. Vielmehr sei gerade die starke Bindung der Klubs an ihre Anhänger ein zentrales Alleinstellungsmerkmal: „Wir haben eine Fankultur, die weltweit einzigartig ist. Das habe ich als Spieler erlebt und tue es jetzt als TV-Experte und Fan.“

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Khedira deutlich: „Passt für mich nicht zusammen“

Gleichzeitig machte Khedira deutlich, dass diese kulturelle Stärke nicht über Probleme im deutschen Fußball hinwegtäuschen dürfe. „Wir müssen schauen, dass wir den finanziellen Nachteil zu unserem Vorteil machen“, forderte er und spielt damit auf die aktuell kriselnde Talenteförderung an. Es passe aus seiner Sicht nicht zusammen, dass die finanzstarke Premier League trotz Milliardenausgaben und kostspieligen Transfers „im Übergangsbereich genau so viele Spieler ausbildet wie die Bundesliga.“ Genau dort müsse man ansetzen, so Khedira. Eine großflächige Öffnung der Liga für externe Investoren sei hingegen nicht der richtige Weg.

Der 38-Jährige, zu aktiven Zeiten auch in Spanien und Italien unterwegs, betrachtet die enge Bindung zur eigenen Anhängerschaft viel mehr als größtes Faustpfand der Bundesliga. „Deutschland hat mit seiner Fan-Kultur einen Unique Selling Point. Die Fans legen eine unglaubliche Hingabe für ihren Verein an den Tag“, betonte er. „Das betrifft im Übrigen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder, die bedenkenlos in die Stadien gehen können.“

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