Der neue Frankfurt-Coach Albert Riera (43) will die Eintracht ordentlich umkrempeln. Treffen könnte es Torwart-Talent und eigentliche Nummer 1 Kaua Santos (22), der nun vom spanischen Trainer hinterfragt wurde.
Am Freitagabend um 20:30 Uhr wird Albert Riera erstmalig an der Seitenlinie für die SGE stehen. Gleich wartet mit dem 1. FC Union Berlin im Stadion An der Alten Försterei ein unmittelbarer Bundesliga-Konkurrent und Härtetest auf den neuen Coach und sein Team.
Schon in den ersten Tagen von Riera in Frankfurt hat sich gezeigt: Der 43-Jährige will bei den Hessen ordentlich anpacken und die Krise schnellstmöglich beenden. Nach BILD-Informationen könnte auch Keeper Kaua Santos unter der neuen Marschroute des Trainers leiden. Denn ein Startelfplatz ist für den Brasilianer keinesfalls sicher.
Riera stellt Torwartfrage: Spielen soll der, „der am überzeugendsten sein wird“
Angesprochen auf die Torhüterposition sagte der spanische Trainer auf der Vorstellungs-Pressekonferen: „Ich werde meine drei Torhüter zu mir nehmen und fragen: ‚Wer wird uns helfen zu gewinnen?‘ Derjenige, der am überzeugendsten sein wird, wird spielen. So einfach ist das.“ Viel Mut dürfte diese Herangehensweise dem jungen Torwart Kaua Santos nicht machen. Schließlich spielte der 22-Jährige zuletzt weit unter seinen Möglichkeiten, musste immer wieder hinter sich greifen und in den bisher sieben Spielen im neuen Kalenderjahr gleich 20 Gegentore schlucken.
Doch auch Michael Zetterer (30), er kam Ende August aus Bremen nach Frankfurt, brachte noch keine Stabilität auf der Torwartposition. Der Österreicher wurde vor allem in der Hinrunde häufiger eingesetzt – und fing sich ebenfalls viele Gegentreffer. Nach mittlerweile 20 gespielten Partien besitzt die Eintracht die schlechteste Defensive der Liga trotz Rang acht. Nur der Tabellenletzte aus Heidenheim kassierte ebenfalls 45 Gegentore.

Es muss sich also schleunigst was ändern, möchte Riera das Ruder bei den Hessen wieder herumreißen. Vor allem die Defensive sollte dabei möglichst bald wieder funktionieren, den Torwart eingeschlossen. Es darf daher mit Spannung abgewartet werden, welcher Keeper am Freitagabend im eisigen Berlin für die Frankfurter zwischen den Pfosten steht.

