Bo Henriksen war einer der Kandidaten auf den Trainerposten bei Werder Bremen. Doch beide Seiten fanden nicht zusammen.
Dabei war es offenbar wirklich ernst zwischen dem Dänen und den Grün-Weißen. Das Problem war jedoch, dass Henriksen weiterhin bei Mainz 05 unter Vertrag steht. Nachdem die Nullfünfer in der Hinrunde in den Abstiegsstrudel gerieten, wurde der Trainer zwar von seinen Aufgaben entbunden, ist aber weiterhin beim Bundesligisten angestellt.
Die Rheinhessen hatten laut Bild daher wenig Interesse, ihren Ex-Trainer für einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller freizugeben. Das war jedoch nicht der einzige Grund, weshalb Mainz einem Wechsel des Coaches nicht zustimmte. Die Ablöse, die Werder geboten hat, soll dem Bericht der Boulevardzeitung zufolge so niedrig gewesen sein, dass es nicht mehr zu weiteren Verhandlungen kam und Sportvorstand Christian Heidel öffentlich kommentierte, dass sich die Frage nach einer Freigabe für Henriksen gar nicht stelle.
Fritz dementiert Henriksen-Gerüchte: „Hatten mit keinem anderen Trainer etwas ausverhandelt“
Werder soll demnach gerade einmal 150.000 Euro Ablöse für den 50-Jährigen geboten haben. Zum Vergleich: Der jüngst entlassene Horst Steffen wurde im Sommer für 350.000 Euro von Zweitligist SV Elversberg verpflichtet. Mainz soll die Gespräche in Person von Heidel danach direkt abgebrochen haben.
Clemens Fritz, Geschäftsführer beim SV Werder Bremen, bestätigte den Vorgang zwar, betonte aber, dass man noch nicht in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem Konkurrenten war. „Wir hatten mit keinem anderen Trainer etwas ausverhandelt. Dass man sich erkundigt und sich auch über mögliche Ablösen unterhält und dabei nicht gleich All-in geht, ist selbstredend“, argumentierte der Ex-Profi.

Mittlerweile hat Daniel Thioune das Traineramt an der Weser übernommen und soll den Traditionsverein zum Klassenerhalt führen. Der 51-Jährige war nach seinem Aus bei Fortuna Düsseldorf im Oktober 2025 ohne Verein. Für den ehemaligen HSV-Coach musste Werder keine Ablöse zahlen.

