Die Super League sollte als Konkurrenz zur Champions League aufgebaut werden, eine echte Alternative darstellen, quasi eine Liga der Superreichen werden.
Viele Klubs aus England, Spanien und Italien hatten das Projekt ins Leben gerufen. Ursprünglich sollte eine Liga errichtet werden, für die sich neben 15 dauerhaften Mitgliedern fünf weitere Mannschaften für je eine Saison qualifizieren können sollten. Als Motive der Vereine wurden hauptsächlich finanzielle Interessen diskutiert.
Zu den Teilnehmern hätten Teams wie Barcelona, Juventus, Real Madrid, Manchester City oder Liverpool gezählt. Nach Druck der Fans und auch der UEFA sowie der nationalen Verbände verließen einige Klubs dieses Projekt.
Seitdem wurden einige weitere Anläufe unternommen, mal mit mehr, mal mit weniger konkreten Vorschlägen. Teams wie Barcelona blieben dem Projekt treu und hatten hinter den Kulissen weiterhin dafür gesorgt, dass die Super League noch möglich ist.
Paukenschlag rund um die Super League
Doch jetzt folgte ein Paukenschlag! Der FC Barcelona ist raus. Das gab der Klub in eine kurzen Statement am Samstag bekannt. „Der FC Barcelona gibt hiermit bekannt, dass er heute die European Super League Company und die beteiligten Vereine offiziell über seinen Rückzug aus dem Projekt der Europäischen Superliga informiert hat“, heißt es kurz in der Pressemitteilung.
Der Zeitpunkt dürfte dabei nicht zufällig gewählt sein und mit der anstehenden Präsidentschaftswahl zu tun haben. Vor der Wahl am 15. März tritt Joan Laporta am Montag als Boss zurück, so sieht es das Prozedere schlicht vor. Einen weiteren Aspekt darf man dabei nicht außer Acht lassen: Die Katalanen stellen sich hiermit mit der UEFA gut. Und das nicht ohne Grund, denn der FC Barcelona will im umgebauten Camp Nou das Endspiel der Champions League 2029 austragen.
Als einziger verbleibendes Mitglied im Projejt der Super League bleibt nun noch Real Madrid übrig.

