Nico Schlotterbeck hat es zuletzt vorgemacht. Der Verteidiger von Borussia Dortmund formulierte große Ziele, wollte den Titelkampf noch nicht für beendet erklären. Bayern patzte zuletzt zweimal, der BVB holt derzeit Dreier um Dreier.
Der Sieg am Samstag in Wolfsburg sorgte dafür, dass der BVB über Nacht sogar bis auf drei Punkte an den FC Bayern herankommen konnte. Und auch, wenn die Verantwortlichen nicht allzu überzeugt von den forschen Tönen sind, legen Teamkollegen Schlotterbecks nun nach.
So zum Beispiel Julian Brandt nach dem 2:1-Arbeitssieg des BVB in Wolfsburg, der zumindest etwas schmeichelhaft ausfiel.
Brandt mit Titel-Ansage
Auch der Offensivspieler, der selbst das 1:0 per Kopf erzielte, hat mitgeteilt, dass man bei den Dortmundern den Kopf sicher nicht in den Sand stecken werde, solange Bayern noch halbwegs in der Nähe ist. „Niemand hat jemals davon gesprochen, dass wir an irgendeinem Punkt aufgegeben haben. Wir versuchen weiter unsere Spiele zu gewinnen und hoffen, dass Bayern uns noch mal ranlässt. Meister werden will von uns jeder, jede Saison“, so Brandt, dessen Vertrag ausläuft, nach dem Spiel.

Schlotterbeck erhält nun also Rückendeckung! „Die Jungs haben das unter der Woche auch gemerkt, wie ich dafür brenne. Wir hatten jetzt zwei lange Wochen. Wir können uns auf die Spiele vorbereiten und ein bisschen regenerieren. Das ist einfach extrem wichtig, dass wir den Fokus und den Glauben dafür haben, oben anzugreifen. Natürlich hoffe ich, dass das ein Stück weit geholfen und die Mannschaft hier deshalb gewonnen hat“, sagte der Verteidiger.
Nach dem Wolfsburg-Spiel legte Schlotterbeck noch einmal nach. „Natürlich bin ich gerade der Kapitän, weil Emre ausfällt, und wenn ich sage, wir wollen vorangehen, wir wollen oben angreifen. Dann gebe ich die Marschroute vor. Dann müssen die Jungs nachziehen. Und das haben sie heute gemacht.“

