Der FC Bayern München hatte am Sonntagnachmittag im Spitzenspiel die TSG Hoffenheim zu Gast. Der Plan des Rekordmeisters lag auf der Hand, mit einem Sieg sollte es gelingen, den Abstand auf den BVB wieder auf sechs Punkte zu erhöhen.
Doch die TSG kam mit viel Selbstvertrauen und in guter Form nach München. Die Kraichgauer hatten sich vorgenommen, den FC Bayern von Beginn an zu fordern und offensive Akzente zu setzen. Gerade weil Bayern zuletzt im Defensivbereich so seine Probleme hatte.
Wilde erste Halbzeit zwischen Bayern und Hoffenheim
Bayern und Hoffenheim begannen beide mit hoher Intensität. Nach vier Minuten hatte Serge Gnabry den ersten guten Abschluss für den Rekordmeister in petto, der Ball ging aber links am Tor vorbei. Hoffenheim zeigte sich frech im Ballbesitz und griff aktiv und hoch an, wollte Bayern damit Probleme bereiten. Die zweite gute Chance hatte aber erneut der FCB, diesmal durch einen Olise-Schuss aus der Distanz, den Oliver Baumann hielt. Die nachfolgende Kimmich-Ecke sorgte dann beinahe für das 1:0.
Der FC Bayern wirkte auf jeden Fall sehr präsent, schaffte es, hohe Ballgewinne zu erzielen. Ein solcher führte dann zu einem Elfmeter, als auf ein Foulspiel von Kevin Akpoguma an Luis Diaz entschieden wurde. Sehr viel war es nicht, aber auch nicht grundlegend falsch. Zu allem Überfluss gab es noch die rote Karte für den Verteidiger, weil Diaz den Ball auf Harry Kane hätte querlegen können. Der Engländer nahm sich dann der Sache vom Punkt an und erzielte das 1:0. Nach 27 Minuten hätte der Bayern-Star das 2:0 erzielen müssen, nach einem Abpraller schoss er aber am quasi leeren Tor vorbei. Zuvor meldete sich die TSG mal durch einen Kabak-Kopfball an.

Es ging durchaus hin und her. Fisnik Asllani köpfte einen Aufsetzer an die Latte, auf der Gegenseite zeigte sich Kane wieder mit einem Distanzschuss. 33 Minuten waren gespielt als ein Kramaric-Schuss Neuer testete. Die Hoffenheimer spielten das vorher sehr gut heraus, die Parade war aber auch sehr gut. Wenig später kam der Gast zum Ausgleich. Weil Neuer ein eklatanter Patzer unterlief und er den Ball im Aufbau gar nicht richtig traf. Kramaric profitierte am Ende und schob aus kurzer Distanz ein. Es wäre aber beinahe zur sofortigen Reaktion gekommen, doch Kane bekam nicht mehr genug Druck hinter den Ball. Unmittelbar vor der Pause bekam Bayern erneut Elfmeter, wieder trat Kane an, wieder traf er!
Und nur eine Minute trug sich Luis Diaz in die Torschützenliste ein, schob den Ball nach einer Umschaltaktion in die rechte Ecke ein – 3:1!
Bayern baut die Führung aus
Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit scheiterte Kane an Baumann, das hätte schon das 4:1 sein können. 56 Minuten waren gespielt, als Neuer aus spitzem Winkel gegen Asllani rettete. Hier hätte durchaus das 3:2 resultieren können. Eine gute Stunde war vorüber als Bayern die Spielkontrolle erhöhte. Jetzt stellte man die Fehler aus den vorherigen Phasen ab, war griffig im Gegenpressing, schnürte Hoffenheim ein. Und das sorgte für das 4:1 durch Diaz, nachdem Bayern einen guten Angriff über die rechte Seite spielte und Olise den Kolumbianer bediente. In der 67. Minute scheiterte Kane an Baumann. Der Torhüter parierte absolut weltklasse gegen einen Schuss aus kurzer Distanz.
Wenig später war für Kane, der unter der Woche krankheitsbedingt länger nicht trainierte, dann Schluss. Für ihn kam Nicolas Jackson, unter anderem waren auch Lennart Karl und Jamal Musiala eingewechselt worden. In der Schlussphase hatte Musiala noch einen Abschluss, auch ein Pavlovic-Schuss fand nicht den Weg in das Tor. Dafür ein Abschluss von Diaz, der in der 89. Minute den Hattrick fixierte. Es war ein satter Schuss in die rechte Ecke. Und das war der Endstand.

