In der Bundesliga gibt es derzeit wieder reihenweise Diskussionen rund um den VAR und die Umsetzung dessen. Auch am Wochenende gab es wieder strittige Szenen.
Besonders der erste Elfmeter, den Mainz 05 gegen Augsburg bekam, erhitzte die Gemüter. Elvis Rexhbecaj echauffierte sich, war sogar dafür, den VAR komplett abzuschaffen, wenn es nicht gelingt, die Dinge klar und deutlich zu verbessern.
Auch sein Trainer, Manuel Baum, war extrem wütend. „Im Videokeller wurde ein Kontakt gesucht, aber nicht gefunden. Da wäre es das Mindeste gewesen, dass der Schiedsrichter rausgeschickt wird, um sich das selbst anzuschauen. Dann wäre er zum Schluss gekommen, den Elfmeter zurückzunehmen. Es ist für mich komplett unverständlich, warum das nicht geschehen ist“, so der Coach des FCA.
Hummels schaltet sich in VAR-Diskussion ein
Einen sehr „soften“ Elfmeter bekam auch der FC Bayern zugesprochen. Gleiches galt für den HSV eine Woche zuvor gegen Bayern. Oder aber auch für St. Pauli gegen Augsburg. So viele Diskussionen in so kurzer Zeit? Das ist keine gute Nachricht.
„Ich stand auf dem Platz und habe gesehen, dass der Spieler Bell ganz klar den Ball spielt und der Spieler Rexhbecaj voll durchzieht und es zu einem klaren Kontakt am Fuß kommt und ich höre ihn auch. Ich habe mich dann für Elfmeter entschieden und war dann im Kontakt mit dem Video-Assistenten. Die haben die Bilder geprüft und konnten es weder widerlegen noch belegen“, sagte Schiedsrichter Patrick Ittrich. Der gefoulte Spieler selbst sprach von einer „leichten Berührung“.

Nun mischte sich auch ein Ex-Profi, ein nämlich Mats Hummels, mittlerweile als Experte tätig. Bei X (vormals Twitter) kritisierte er ebenfalls die aktuelle Umsetzung. „Entschuldigung für das viele Einmischen bei dem Thema. Aber vielleicht sollte die Herangehensweise bei Elfmetern wie gestern (wieder) gegen Augsburg anders sein“, begann Hummels.
Und weiter: „Und zwar, dass es nicht eine klare Fehlentscheidung sein muss um korrigiert zu werden, sondern um eine rote Karte oder einen Elfmeter zu geben muss man sich immer 100% sicher sein. Also sobald es Zweifel gibt beim Bilder anschauen, weder Platzverweise noch Strafstöße. Dafür sind diese Situationen zu spielentscheidend.“ Ob das die Lösung ist? Bleibt abzuwarten. Aber es sorgt auf jeden Fall dafür, dass die Diskussion weiter entfacht wird.

