Borussia Dortmund bleibt in der Bundesliga auf Kurs und dem FC Bayern auf den Fersen. Wirklich überzeugen kann der BVB jedoch selten.
Auch beim knappen 2:1 gegen den kriselnden VfL Wolfsburg hatten die Schwarz-Gelben das Spielglück auf ihrer Seite. Mal ließ Wölfe-Stürmer Mohamed Amoura beste Chancen liegen, mal rettete die Latte für die Mannschaft von Niko Kovac. Letztendlich sorgte der viel kritisierte Serhou Guirassy für den wichtigen Sieg.
Die Statistik spricht klar für den pragmatischen Ansatz unter Kovac. Nur ein einziges Mal ging der BVB in der laufenden Saison als Verlierer vom Platz – auswärts in München. Dennoch sieht Sky-Experte Dietmar Hamann Probleme beim Traditionsklub. „Heute hatten sie schon Glück. In der ersten Halbzeit hätten sie aus der Überlegenheit mehr machen müssen“, betonte der Ex-Profi: „In der zweiten Halbzeit war Wolfsburg dann klar die bessere Mannschaft, hat ausgeglichen und dann Chancen zum 2:1 ausgelassen.“
Hamann: BVB fordert sein Glück heraus
Der BVB und insbesondere Guirassy hätten nur eine Aktion in Durchgang zwei gehabt, so Hamann. Diese dann eiskalt zu nutzen, sei zwar auch eine Qualität, aber „sie haben ihr Glück in den letzten beiden Spielen schon herausgefordert.“ Vor Wochenfrist lag die Borussia gegen Schlusslicht Heidenheim zwischenzeitlich sogar mit 1:2 zurück, drehte die Partie durch zwei Guirassy-Tore aber noch.

„Du musst schon irgendwann mal anfangen, die Spiele mit Ball zu kontrollieren. Du kannst nicht immer darauf hoffen, dass aus einer Aktion was geht“, führte Hamann aus. Nach dem Sieg des FC Bayern im Top-Spiel gegen die TSG Hoffenheim beträgt der Rückstand des BVB auf den Rekordmeister wieder sechs Punkte. Das direkte Duell im Signal Iduna Park steht jedoch noch aus.
Nach den Ausrutschern des Primus gegen Augsburg und Hamburg hatte Verteidiger Nico Schlotterbeck das Titelrennen ausgerufen. Der Nationalspieler bekam dafür nicht nur Zustimmung, unterstrich seine Ambitionen jedoch nach dem Dreier gegen Wolfsburg erneut: „Die Jungs haben das unter der Woche auch gemerkt, wie sehr ich dafür brenne.“

