Die Rückkehr in den Profifußball läuft für Monaco-Spieler Paul Pogba (32) nicht wie erhofft. Das belastet ihn mittlerweile auch psychisch, wie sein Bruder Mathias nun erzählt hat.
Nach seiner Dopingsperre wollte der 32-jährige Franzose im vergangenen Sommer bei der AS Monaco einen neuen Anlauf starten und sich wieder im europäischen Fußball etablieren. Auch die anstehende Weltmeisterschaft soll Pogba dabei im Visier gehabt haben. Schon im Jahr 2018 wurde er mit der Équipe Tricolore Weltmeister.
Doch bis jetzt läuft es so ganz und gar nicht für Pogba bei den Monegassen. Erst auf drei Kurzeinsätze kommt der 32-Jährige, seit dem fünften Dezember letzten Jahres fällt er wegen einer wiederkehrenden Wadenverletzung aus. Nun wurde der Mittelfeldmann gar aus dem Kader für die K.o.-Runde der Champions League gestrichen. In einem Interview mit RMC Sport hat Pogbas Bruder Mathias (35) nun über den körperlichen und mentalen Zustand von Paul ausgepackt.
Mathias Pogba über seinen Bruder: „Es ist frustrierend“
Im Gespräch mit dem französischen Hörfunksender reflektierte der Ex-Profi die anfängliche Euphorie und Erwartungshaltung an den Wechsel und sagte: „Es ist frustrierend, nicht nur für ihn, sondern für alle in der Familie. Ich habe ihm gesagt, dass er nicht sofort wieder zu 100 Prozent fit sein kann. Wir hatten uns mehr von seiner Rückkehr versprochen. Aber das ist die Realität. Der Körper ist an diesen Rhythmus mit hoher Intensität nicht gewöhnt.“
Dabei soll neben dem Fitnesszustand von Paul Pogba vor allem dessen psychische Verfassung ein Thema sein: „Er arbeitet daran. Es ist eher mental, dass es schwierig wird. Man hat hohe Erwartungen. Man ist enthusiastisch und dann wird man wieder hintergangen. Es geht darum, immer wieder zurückzukommen. Es ist eine Kombination aus verschiedenen Dingen. Da ist der Wunsch, wieder auf den Platz zurückzukehren, aber der Körper sagt einem, dass man es nicht zu schnell angehen soll. Es gibt überall Prozentsätze: körperlich, kardiovaskulär, mental … Wir müssen geduldig sein. Wir haben immer einen Tag nach dem anderen genommen.“

Damit es doch noch klappt, mit einem Happy End für den französischen Nationalspieler, versucht Paul Pogbas Familie ihn kontinuierlich zu unterstützen, wie Bruder Mathias verrät: „Wir schicken ihm aufmunternde Nachrichten. Den Rest muss er selbst regeln. Er kennt diese Welt seit Jahren. Wir tun nur unseren Teil, der Rest liegt bei ihm.“

