Der FC Bayern München hat sich am Mittwochabend für das Halbfinale des DFB-Pokals qualifiziert. Die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany war in der heimischen Allianz Arena im Viertelfinal-Topspiel gegen RB Leipzig gefordert. Dabei wirkte der Rekordmeister vor allem in der Anfangsphase nicht sonderlich sortiert, sodass die Gäste früh einen ersten Treffer erzielten. Zum Glück für die Bayern stand Christoph Baumgartner dabei jedoch knapp im Abseits, sodass dieses Tor schließlich durch den Videoschiedsrichter wieder aberkannt wurde. Es ging mit einem 0:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel gelang es den Münchnern dann, Leipzig zu überwinden. „Wir haben jetzt drei Mal gegen sie gespielt. Es gibt einen Zeitpunkt im Spiel, wo wir es schaffen, sie zu brechen“, beschrieb Jonathan Tah diesen wiederkehrenden Moment nach der Pokalpartie. Am Mittwochabend war es ein Foulelfmeter, den Harry Kane in die 1:0-Führung für den FCB ummünzte. Nur drei Minuten später komplettierte Luis Diaz den Doppelschlag der Bayern, als er zum 2:0 einschob. Im weiteren Verlauf des Spiels fielen keine Tore mehr, sodass die Bayern erstmals seit 2020 wieder in das Halbfinale des DFB-Pokals einziehen konnten. Die Sehnsucht nach dem Finale und dem Titel ist jetzt groß!
Letztes Pokalfinale des FC Bayern „ist zu lange her“
Beim FC Bayern München ist man nach dem Erfolg im DFB-Pokalviertelfinale am Mittwochabend gegen RB Leipzig jetzt heiß darauf, auch im Halbfinale zu bestehen und somit in das Endspiel von Berlin einzuziehen. Das geht aus verschiedenen Interviews hervor, die nach der Begegnung mit den Roten Bullen geführt wurden. Sky zitiert beispielsweise Jan-Christian Dreesen (58), den Vorstandsvorsitzenden des deutschen Rekordmeisters: „Wir haben eine riesen Sehnsucht. Wir müssen erstmal im Halbfinale bestehen, aber der ganze Klub will natürlich in dieses Finale. Die Sehnsucht nach Berlin ist verdammt groß.“

„Das letzte Mal, als wir da gespielt haben, haben wir ohne Zuschauer gespielt. Das darf man nicht vergessen. Corona-Zeit, so lange ist das schon her“, erinnerte sich Dreesen an die letzte Finalbeteiligung der Münchner zurück. Zuletzt gastierte der FCB am 4. Juli 2020 anlässlich des DFB-Pokalendspiels im Berliner Olympiastadion und setzte sich unter der Leitung von Cheftrainer Hansi Flick mit 4:2 gegen Bayer 04 Leverkusen durch. In den darauffolgenden Jahren war jeweils spätestens im Viertelfinale Schluss. Der Rekordmeister scheiterte an Holstein Kiel, Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg, dem 1. FC Saarbrücken und Bayer 04 Leverkusen.
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Am Mittwochabend haben die Bayern diesem Fluch ein Ende gesetzt, indem man RB Leipzig mit 2:0 besiegte und sich somit für das Halbfinale qualifizierte. „Es war, denke ich, heute ein verdienter Sieg. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft“, ordnete Klubpräsident Herbert Hainer (71) den Auftritt seines Vereins nach Abpfiff ein. Auch der 71-Jährige liebäugelt nach den Pokal-Misserfolgen der vergangenen Jahre schon wieder mit dem Finale: „Wir haben den großen Traum, dass wir wieder nach Berlin fahren.“ Im Halbfinale treffen die Münchner entweder auf Bayer 04 Leverkusen, den VfB Stuttgart oder den SC Freiburg.
Gegen welche dieser drei Mannschaften der FCB im April dann tatsächlich gefordert sein wird, zeigt sich im Rahmen der Halbfinal-Auslosung am 22. Februar. Das Endspiel wiederum ist auf den 23. Mai terminiert. „Das ist natürlich was Besonderes, nach Berlin zu kommen“, beschrieb Jonathan Tah (30), der beim letzten Pokalerfolg der Bayern aufseiten von Bayer 04 Leverkusen im Kader stand. „Das ist zu lange her hier. Das haben wir heute gezeigt, wie gierig wir darauf sind, auch wieder da zu sein“, so der Verteidiger. 2024 gelang ihm mit der Werkself schließlich der Titelgewinn, als man sich im Olympiastadion knapp mit 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern durchsetzen konnte.

