Nach Upamecano, Kimmich und Davies der Nächste: Konrad Laimer stellt den FC Bayern vor die nächste Geduldsprobe. Der Österreicher fordert angeblich eine saftige Gehaltserhöhung – und die Münchner wollen nicht zahlen. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung stocken gewaltig.
Laimers aktueller Vertrag läuft 2027 aus. Eigentlich genug Zeit, um in Ruhe über eine Ausdehnung zu sprechen. Doch wie die Bild berichtet, liegen die Bayern-Bosse und Laimers Berater bei den Gehaltsvorstellungen „weit auseinander“. Ein Szenario, das an der Säbener Straße mittlerweile zur unangenehmen Routine geworden ist.
Das Problem: Laimer kassiert derzeit zwischen acht und neun Millionen Euro pro Jahr. Sein Lager fordert nun eine Erhöhung auf insgesamt 15 Millionen – inklusive aller möglichen Boni. Das Grundgehalt soll dennoch deutlich zweistellig ausfallen. Eine Summe, die den Bayern-Verantwortlichen zu hoch erscheint.
„Kitt der Mannschaft“ will endlich Topverdiener werden
Laimers Argumentation ist nachvollziehbar: Er kam 2023 ablösefrei von RB Leipzig nach München und verzichtete damals auf ein Topgehalt. Unter Vincent Kompany hat sich der 28-Jährige zum unverzichtbaren Stammspieler entwickelt – als umtriebiger Außenverteidiger im Gegenpressing und nimmermüder Dauerbrenner.
In 28 Pflichtspielen kommt Laimer auf zwei Tore und acht Vorlagen. Mehr noch: Sportvorstand Max Eberl adelte ihn bereits zu Jahresbeginn als „Kitt der Mannschaft“. „Man spricht immer von den Topstars – Harry Kane, Jamal Musiala, Michael Olise –, aber diese Spieler sind der Kitt für eine Mannschaft“, schwärmte Eberl nach dem 8:1 gegen Wolfsburg.
„Das sind die, die der Motor sind, die immer Gas geben, die du brauchst und die elementare Dinge machen, nämlich diesen Einsatz, diese Bereitschaft.“ Worte, die Laimers Lager nun als Argument nutzen dürfte: Wenn er so wichtig ist – warum wird er dann nicht entsprechend bezahlt?

Bayern droht erneuter Kaugummi-Poker
Dem FC Bayern droht also nach den zähen Vertragspokern mit Dayot Upamecano, Joshua Kimmich und Alphonso Davies die nächste langwierige Verhandlungsrunde mit einem Schlüsselspieler. Ein Muster, das sich wiederholt und den Klub nervt.
Bereits Mitte Januar berichtete die Sport Bild, dass die Gespräche mit Laimers Beratern „zäher“ seien als erwartet. Der Österreicher selbst gab sich damals entspannt: „Ich bin immer offen für alles und entspannt. Und wie gesagt: Ich finde es schön hier in München.“
Doch „schön finden“ reicht offenbar nicht mehr. Laimer will sich seinen Verbleib fürstlich entlohnen lassen – und die Bayern müssen entscheiden, ob sie bereit sind, die geforderte Summe zu zahlen. Oder ob sie riskieren wollen, dass der „Kitt der Mannschaft“ 2027 ablösefrei geht. Der nächste Vertragspoker ist eröffnet. Und ein Ende ist nicht in Sicht.


