Es war eine desaströse Leistung, die der FC Barcelona am Donnerstagabend im Auswärtsspiel bei Atletico abgeliefert hat. Im Halbfinalhinspiel der Copa del Rey verlor man mit 0:4 und lag mit dem gleichen Ergebnis hinten, als zur Halbzeit gepfiffen wurde.
Es waren vor allem in der Defensive einige völlig unnötige Fehler, die Atletico in der ersten Halbzeit extrem viele Chancen ermöglichten. Es hätte sogar noch schlimmer ausgehen können für Barca, bei denen sich Eric Garcia auch noch einen Platzverweis einhandelte und im Rückspiel fehlen wird.
Atletico hat jetzt die Chance, sich für das Endspiel zu qualifizieren. Die Colchoneros müssen aber noch einmal mindestens 90 Minuten im Camp Nou gegen die Mannschaft von Trainer Hansi Flick überstehen. Jener Flick stand nach dem Spiel gegen Atletico auch ordentlich in der Kritik.
Flick steht in der Kritik
Nach dem Spiel war der Trainer aber erst einmal auf 180. Es ging um eine VAR-Überprüfung, die ordentlich Zeit in Anspruch nahm. Flick fluchte: „Für mich ist das eine Katastrophe. Wie lange mussten wir warten? Sieben Minuten? Come on… In diesen sieben Minuten haben sie dann irgendwas gefunden… Okay… Für mich, als ich die Situation gesehen habe, war es klar kein Abseits. Am Ende haben sie etwas anderes gesehen. Aber dann müssen sie es uns auch mitteilen. Es gibt keine Kommunikation, und das ist wirklich sehr schlecht.“

Die spanischen Medien ließen derweil kein gutes Haar an Flick. So schrieb die realnahe Marca: „Was für eine Abreibung! Atlético vernichtet Barca mit vier Toren in einer historischen ersten Halbzeit.“ Die katalanische Zeitung Mundo Deportivo meinte: „Rot-weißer Sturm! In der schlechtesten ersten Halbzeit der Ära Flick kassierte Barca vier Tore, und das Finale hängt nun von einem Wunder im Camp Nou ab.“ Und die Sport schrieb von einem „totalen Desaster!“
Die AS schrieb sogar von Flicks „gigantischem Fehler“, Marc Casado aufzustellen, der einen katastrophalen Tag erwischte und schon nach 37 Minuten ausgewechselt wurde.

