Der FC Barcelona verlor vergangene Woche im Hinspiel des Halbfinals in der Copa del Rey recht deutlich mit 0:4 gegen Atletico Madrid. Beim Auswärtsspiel hätten die Katalanen sogar noch mehr Gegentore hinnehmen können.
Im Nachgang war Hansi Flick nicht einverstanden mit der Einstellung der Spieler. Das tat er auch kund, er konnte nicht nachvollziehen, warum es oftmals an der nötigen Klarheit in der Abwehr fehlte. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille.
Denn wie die barcanahe Mundo Deportivo und auch The Athletic aus England berichten, kam es nach dem Spiel zu einer Aussprache zwischen den Spielern und dem Trainerteam.
Flick intern in der Kritik
Auch die Sport berichtete, vor allem von einer gewissen Unzrufriedenheit beim Trainer selbst. Laut dem Bericht wandte sich Flick sehr „laut“ an seine Mannschaft, sei regelrecht „explodiert“. Er soll seinen Spielern an den Kopf geworfen haben: „Ihr müsstet noch höher zurückliegen!“ Die Spieler haben bei der Sitzung im Nachgang des Spiels aber auch ihre eigene Meinung geäußert und dabei ebenfalls kein Blatt vor den Mund genommen, heißt es.

Laut dem Bericht von The Athletic hinterfragten sie die riskante taktische Ausrichtung unter Flick. Gerade in Schlüsselspielen wie dem Copa-Halbfinale oder in der K.o.-Phase der Champions League wünschen sie sich einen pragmatischeren, weniger riskanten Ansatz, heißt es. Doch das passt nun einfach nicht zur Flick-DNA. Ihm wurde schon mehrfach auch in den spanischen Medien eine gewisse Sturheit vorgeworfen. Und zwar eine, die er auch nicht abstellen will und wird.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob sich Flick für das Rückspiel anpassen wird. Weniger Risiko ist aber ehrlicherweise schwer möglich, wenn man eine 0:4-Pleite wieder umdrehen will. Das ist ein Faktor, der für sehr viel Spannung sorgen kann.

