Uli Hoeneß hat ein interessantes, wenn nicht manchmal angespanntes Verhältnis zu Spielerberatern. Gerade nach zähen Verhandlungen ist er gerne mal jemand, der in die Offensive geht. Unvergessen als er seinerzeit den Berater von David Alaba als „geldgierigen Piranha“ bezeichnet hat.
Und auch zuletzt hatte Bayern, beispielsweise bei den Vertragsverlängerungen von Alphonso Davies und jetzt auch Dayot Upamecano, immer wieder mit Beratern zu tun, die die Verhandlungen in die Länge gezogen haben.
Upamecano hat, wie vorher auch Davies, aber verlängert. Auch, wenn es zähe Gespräche waren, sie waren am Ende erfolgreich.
Hoeneß mit Ansage an die Spielerberater
Zuletzt gab es immer mehr Kritik an Spielerberatern und ihrem Vorgehen. Es ist mittlerweile nicht unüblich, Vertragsverhandlungen in die Länge zu ziehen, um Druck auszuüben. Immer häufiger gehen Spieler somit auch in das letzte Vertragsjahr. In einem Gespräch mit der BILD hat Hoeneß nun auch Stellung zum Verhalten der Berater heutzutage bezogen.
„Über den gesamten Vertrag von Upamecano haben wir in den vergangenen Tagen intern diskutiert. Herbert Hainer, Max Eberl, Jan Dreesen Karl-Heinz Rummenigge und ich sind uns einig: Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen“, so Hoeneß.

Und weiter: „Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft. Ihr Beitrag steht zunehmend in keinem Verhältnis mehr zur Honorierung, die aufgerufen und am Ende auch oft gezahlt wird. Sie verdienen viel zu viel Geld für das, was sie leisten – bei einigen geht es nicht über drei Mittagessen mit uns hinaus.“
Angesprochen darauf, wie das konkret aussehen kann, sagte der Ehrenpräsident: „Wir werden verstärkt „Nein“ sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen. Man kann auch dem Spieler einmal sagen: „Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen“. So weit muss das gehen.“

