Der VfB Stuttgart ist ins Achtelfinale der Europa League eingezogen. Zwar verloren die Schwaben das Rückspiel gegen Celtic Glasgow knapp mit 0:1, aufgrund des deutlichen Hinspielerfolgs war diese Niederlage jedoch nicht weiter dramatisch.
Dieses Spiel gewann der VfB bekanntlich deutlich mit 4:1, sodass nach dem Hinspiel klar war, dass die Schotten im Rückspiel ein kleines Wunder brauchen würden. Sebastian Hoeneß blieb auf Stuttgarter Seite seiner Linie treu und rotierte im Vergleich zum 3:3 in Heidenheim erneut auf einigen Positionen. Unter anderem feierte Luca Jaquez nach seiner Verletzung sein Comeback in der Startelf. In der Offensive durfte sich Badredine Bouanani auf der rechten Seite beweisen.
Trotz Niederlage: Stuttgart im Achtelfinale der Europa League
Für die Stuttgarter begann das Spiel denkbar schlecht: Bereits nach 30 Sekunden gingen die Gäste in Führung. Celtic machte von Beginn an Druck und eroberte den Ball in der Stuttgarter Hälfte. Über die rechte Seite kam der ehemalige Freiburger Junior Adamu an den Ball und setzte Luke McCowan perfekt in Szene. Dieser blieb eiskalt vor Alexander Nübel und verwandelte ins lange Eck.
Ein echter Paukenschlag, von dem sich der VfB erst einmal erholen musste. Zwar agierte Celtic in der Anfangsphase mutig, doch Stuttgart schaffte es in der Folge besser, das Spiel zu kontrollieren. Ein guter VfB-Angriff mündete im ersten guten Abschluss von Jamie Leweling in der 12. Minute. Der VfB blieb weiter am Drücker. Wenig später versuchte es Bouanani vom rechten Strafraumeck, scheiterte aber an Viljami Sinisalo (16.). Insgesamt blieb es eine recht zerfahrene erste Halbzeit, in der der VfB zwar die offensiv aktivere Mannschaft war, aber auch die letzte Konsequenz vermissen ließ. Celtic wiederum verpasste es, vor der Pause den Druck zu erhöhen. Folgerichtig ging es mit der knappen Führung in die Kabine.
Für die zweiten 45 Minuten brachte Hoeneß Chris Führich für Leweling ins Spiel und es wurde direkt gefährlich. Über Führich landete der Ball im Zentrum bei Bouanani, der den Ausgleich nur knapp verpasste (46.). Die Schwaben wollten nun unbedingt den Ausgleich erzielen und Celtic damit jegliche Resthoffnung auf ein Weiterkommen nehmen. Den nächsten guten Abschluss hatte Tiago Tomas, der das Tor aus spitzem Winkel verfehlte (54.).

Rund zehn Minuten später war es Bouanani, der für den VfB den nächsten guten Abschluss hatte, ehe Deniz Undav es kurz darauf aus der Distanz versuchte (66.). In der 75. Minute erzielte Undav dann den vermeintlichen Ausgleichstreffer. Im Vorfeld stand Ermedin Demirović jedoch knapp im Abseits. Der Videoassistent meldete sich und der Treffer wurde zurückgenommen. Das 1:1 hätte zu diesem Zeitpunkt wohl jegliche Resthoffnung der Celtic-Fans zunichte gemacht. Nichtsdestotrotz blieb Stuttgart auch in der Schlussphase am Drücker. Von einer Aufholjagd der Gäste war ebenfalls keine Spur, sodass es bei der knappen VfB-Niederlage blieb. Ein kleiner Schönheitsfehler, der ohne Folgen bleibt. Im Achtelfinale trifft die Mannschaft von Hoeneß entweder auf den FC Porto oder Braga.

