In der Bundesliga steht ein direktes Duell im Abstiegskampf an. In England und Italien sind die CL-Ränge im Fokus.
Der Tabellenvorletzte SV Werder Bremen empfängt mit dem 1. FC Heidenheim das Schlusslicht der Bundesliga. Für Liverpool geht es im Duell mit Abstiegskandidat West Ham United darum, eine Pflichtaufgabe zu erfüllen. Nachdem Juventus sich für den Kraftakt im Playoff-Rückspiel der Champions League nicht belohnen konnte, besteht dafür die Möglichkeit in der Serie A gegen die Roma einen wichtigen Sieg einzufahren. Mit diesen Themen beschäftigen wir uns in dieser Ausgabe der drei Thesen zum Fußballwochenende.
These 1: Heidenheim siegt im Kellerduell gegen Bremen
In den letzten 13 Spielen holte der SV Werder Bremen keinen einzigen Sieg. Seit der Entlassung von Horst Steffen nach dem Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach wartet Werder unter dem neuen Coach Daniel Thioune auf einen Punkt und ist mittlerweile auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Beim 1. FC Heidenheim sieht es nicht besser aus, das Tabellenschlusslicht von der Ostalb hat keines der letzten zehn Spiele gewonnen. Am Samstagnachmittag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Kellerkinder.
Während Heidenheim sich bereits die gesamte Spielzeit über im Abstiegskampf befindet, hat sich die Lage in Bremen in den letzten Wochen dramatisch zugespitzt: Sieglos-Serie, Trainerentlassung und ausbleibender Trainer-Effekt. Die Niederlage gegen den FC St. Pauli, direkter Konkurrent im Abstiegskampf, in der letzten Woche war ein vorläufiger Tiefpunkt. Es spricht kaum etwas dafür, dass Werder sich gegen Heidenheim aus der Krise befreien kann.
Stattdessen bietet sich der Mannschaft von Frank Schmidt die große Gelegenheit, den Anschluss an das rettende Ufer wieder herzustellen. Gewinnt Heidenheim gegen Bremen kann der Rückstand auf Platz 15 bei Niederlagen von Wolfsburg und St. Pauli auf drei Punkte verkürzt werden. Die rote Laterne würde vorerst an der Brenz bleiben, dennoch würde man neue Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen können.
These 2: Liverpool steht am Ende des Spieltags auf einem CL-Rang

Der Liverpool Football Club hat zuletzt drei Pflichtspiele in Serie gewonnen. Das ist den Reds in dieser durchwachsenen Saison selten gelungen. Holen sie den vierten Sieg hintereinander gegen den Tabellen-18. West Ham United, könnten die Reds am Ende des Spieltags auf dem fünften Rang stehen, der mit großer Wahrscheinlichkeit zur Teilnahme an der Champions League reichen wird.
Die Hammers auf der anderen Seite haben ganz andere Sorgen. West Ham steht aktuell auf dem ersten Abstiegsrang. Die einzig gute Nachricht ist, dass man zuletzt zumindest etwas stabiler wurde und er Rückstand auf Platz 17 mit zwei Zählern noch überschaubar ist. Am kommenden Wochenende ist jedoch eher nicht mit Punkten zu rechnen.
Liverpool tat sich in der Vorwoche bereits in der Vorwoche gegen den Abstiegskandidaten aus Nottingham schwer, gewann das Spiel jedoch mit dem Lucky Punch in der siebten Minute der Nachspielzeit. Die Art und Weise des Sieges wird den Reds auch am kommenden Samstag im Heimspiel an der Anfield Road egal sein. Entscheidend sind die drei Punkte, mit denen man an Chelsea vorbeiziehen könnte, wenn die Blues nicht gegen Arsenal gewinnen.
These 3: Juventus schlägt Roma und bleibt dran

Die letzten Wochen sind für Juventus sehr enttäuschend verlaufen. Die Sieglos-Serie startete mit dem Aus im Viertelfinale der Coppa Italia gegen Atalanta Anfang Februar. Der einzige Sieg seitdem: Das 3:2 gegen Galatasaray im Playoff-Rückspiel der Champions League, der allerdings auch nicht zum Weiterkommen gereicht hat. Mit der Roma wartet der nächste schwierige Gegner.
Den Anschluss nach ganz oben hat die Truppe von Gian Piero Gesperini zwar mittlerweile verloren, dennoch befindet sie sich weiterhin auf Kurs in Richtung Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison. Aktuell liegt die Roma punktgleich mit dem drittplatzierten Titelverteidiger Napoli auf Rang vier.
Für Juve bietet das Spiel die Gelegenheit, den Rückstand auf die viertplatzierten Römer auf dann nur noch einen Zähler zu verkürzen. Das Hinspiel konnte das Team von Luciano Spalletti mit 2:1 gewinnen. Eine Wiederholung dieses Erfolges wäre für die Bianconeri nach den negativen Ergebnissen der vergangenen Wochen wünschenswert. Zuzutrauen ist es ihnen allemal.

