Beim 3:2-Sieg des FC Bayern gegen Borussia Dortmund kam Jamal Musiala erneut nur von der Bank. Für Sky-Experte Dietmar Hamann ein Anlass für deutliche Worte.
„Ich glaube, dass ihm sehr viel fehlt“, urteilte Hamann am Sonntag bei Sky90. „Es ist im Moment ein Versuch, ihn da zu integrieren.“ Musiala spielte erst ab der 62. Minute für Serge Gnabry und blieb auffällig unauffällig.
Hamann machte deutlich, dass die Verletzungspause des 23-Jährigen, bedingt durch einen Wadenbeinbruch, ihre Spuren hinterlassen hat. „Er war natürlich fünf oder sechs Monate weg, was man nicht vergessen darf“, erklärte Hamann und fügte an: „Er ist acht, zehn, zwölf Wochen wieder im Mannschaftstraining und bekommt immer wieder Spielzeit – und war, glaube ich, keine Option für die Startformation gegen Dortmund, wird das wahrscheinlich auch in den nächsten Wochen nicht sein.“

Hamann über Musiala: „Ich frage mich, wann…“
Trotz der vorsichtigen Wiedereingliederung kritisierte Hamann die Erwartungshaltung rund um Musiala. „Es wurde ihm letztes Jahr ein Vertrag bis 2030 gegeben, der ihn gleichsetzt oder besser setzt als den englischen Nationalmannschaftskapitän, der wöchentlich Doppelpacks schnürt. Er ist der Michael Jordan von Bayern München. So wird er bezahlt jetzt.“
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Der Ex-Profi wies darüber hinaus auch auf den Druck hin, den Musiala als bestbezahlter Spieler trägt: „Man hat auch ohne ihn von 20 Spielen 17 oder 18 in der Vorrunde gewonnen. Wenn er dann kommt, dann hat er zwei, drei, vier Wochen Zeit. Nur das sind jetzt acht Wochen oder zehn Wochen. Und ich frage mich, wann er der Mannschaft wieder helfen wird oder helfen will.“

