Tottenham steckt weiter tief in der Krise. Interimstrainer Igor Tudor nahm seine Mannschaft nach der nächsten Pleite in die Pflicht.
Das 1:2 bei Fulham war die vierte Niederlage in Folge für die Spurs, die seit zehn Ligaspielen auf einen Sieg warten und nur auf dem 16. Tabellenplatz der Premier League stehen. Während man in der Champions League souverän den Sprung ins Achtelfinale geschafft hat, heißt die Realität im Ligaalltag Abstiegskampf. Nur vier Punkte trennen die Nordlondoner von der gefährlichen Zone.
„Wir waren nicht gut, uns hat alles gefehlt. Im Angriff und in der Verteidigung. Fulham war viel besser. Hier gibt es Probleme, große Probleme“, nahm Tudor nach der Partie im Craven Cottage kein Blatt vor den Mund, versuchte aber, den Druck des Abstiegskampfes von seiner Mannschaft fernzuhalten. „Wir müssen uns darüber keine Gedanken machen, nicht weil es nicht passieren kann, sondern weil wir uns darauf konzentrieren müssen, als Team mental und körperlich zu wachsen. Das sind die einzigen Ziele, die wir haben müssen“, zitiert die Sport Bild den ehemaligen Juventus-Coach.
Erst Palace, dann Liverpool: Komplizierte Woche für Tottenham
Dennoch stellte der Kroate klar, dass er „von allem mehr sehen“ will. Tudor hatte erst im Februar das Traineramt vom entlassenen Thomas Frank übernommen und startete mit zwei bitteren Niederlage. Erst kamen die Spurs im prestigeträchtigen Derby gegen Tabellenführer Arsenal mit 1:4 unter die Räder, nun setzte es bei Fulham gleich die nächste Pleite in einem Londoner Stadtduell. Am Donnerstag wartet mit Crystal Palace gleich der nächste Rivale aus der britischen Hauptstadt auf Tottenham, ehe die Tudor-Elf am Wochenende mit Liverpool das nächste Top-Team vor der Brust hat.
Im vergangenen Sommer feierten die Spurs noch den Gewinn der Europa League, beendeten aber auch die Spielzeit 2024/2025 im Tabellenkeller der Premier League. Nach einer Transferoffensive und dem Trainerwechsel von Ange Postecoglou zu Frank wollten die Lilywhites wieder die Top-6 angreifen, verfielen aber nach ordentlichem Start schon im Herbst wieder in alte Muster.

