Im langen Poker um Nico Schlotterbeck steht die Entscheidung kurz bevor. Der BVB hofft weiter auf eine Verlängerung des Führungsspielers.
Bis Mitte März soll feststehen, ob der Nationalspieler Borussia Dortmund über 2027 hinaus erhalten bleibt. Verlängert der Innenverteidiger nicht, könnte der BVB nur noch in diesem Sommer eine Ablöse einstreichen. Wie die Bild berichtet, ist vor der finalen Entscheidung ein weiteres Gipfeltreffen mit den Klub-Bossen und der Schlotterbeck-Seite geben.
Demnach wollen die Entscheider des Traditionsklubs Schlotterbeck dabei ein weiteres Mal seine zukünftige Rolle beim BVB präsentieren. Der Linksfuß gilt als potenzieller neuer Kapitän und soll zum Gesicht des Vereins werden. Die Schwarz-Gelben sind weiter optimistisch, Schlotterbeck langfristig binden zu können, zumal kein interessierter Topklub bisher ein Angebot für den 26-Jährigen vorgelegt hat.
Neben Schlotterbeck: Auch Kapitän Can soll bleiben
Neben dem möglichen Zukunfts-Kapitän Schlotterbeck soll auch der aktuelle Spielführer Emre Can weiterhin eine wichtige Rolle beim BVB einnehmen. Der Vertrag des Routiniers läuft am Saisonende aus, soll aber verlängert werden. Auf den 32-Jährigen muss Niko Kovac trotzdem vorerst verzichten, im Topspiel gegen den FC Bayern zog sich der ehemalige Münchener einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und ist erst zur neuen Saison wieder eine Option.
„Emres Verletzung ist extrem bitter. Nicht nur für ihn, sondern für uns alle“, kommentierte Sportdirektor Sebastian Kehl die Hiobsbotschaft und sprach dem ehemaligen Nationalspieler volle Unterstützung zu: „Er ist unser Kapitän, stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Clubs. Emre wird von uns in den nächsten Monaten jede Unterstützung bekommen, damit er wieder vollständig gesund wird.“

Während es beim Personal noch spannende Themen gibt, droht das letzte Saisondrittel sportlich zum Schaulaufen zu werden. In der Champions League scheiterte der BVB in den Play-offs an Atalanta, im DFB-Pokal war bereits im Achtelfinale gegen Bayer 04 Leverkusen Endstation. Nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern ist auch die Meisterschaft kein Thema mehr, während der Vorsprung auf den Tabellendritten Hoffenheim komfortable sechs Punkte beträgt.

