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90PLUS » Triple-Jagd: Der FC Bayern und die Parallelen zu 2020
Champions League

Triple-Jagd: Der FC Bayern und die Parallelen zu 2020

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09.03.26, 16:16
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Harry Kane war sofort wieder mittendrin. Bei bedecktem Himmel betrat der Superstar des FC Bayern am Montagmittag gemeinsam mit seinen Mitspielern den Trainingsplatz, er lachte, scherzte, gab Kommandos – und wischte jeden noch vorhandenen Zweifel nach seiner kurzen Verletzungspause fort: Der Torjäger, dieses Zeichen ging vom Rasen an der Säbener Straße aus, ist pünktlich zum endgültigen Auftakt der Triple-Jagd wieder bereit zum Dienst.

Die Bayern wird es freuen, schließlich steht der deutsche Rekordmeister am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) vor einer „großen Aufgabe, wo wir 100 Prozent geben müssen, sonst wird es schwer“, wie Sportvorstand Max Eberl betonte. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atalanta Bergamo wollen die Münchner den Grundstein legen für ein erfolgreiches Frühjahr. „Wir sind Favorit“, ergänzte Eberl selbstbewusst vor dem Abflug nach Italien, mahnte pflichtschuldig aber auch: „Man sollte den Underdog nie unterschätzen.“

Bayern hofft auf gute Ausgangslage

Längst aber werden bei der erfolgsverwöhnten Mannschaft von Trainer Vincent Kompany Erinnerungen an goldene Zeiten wach. Er sehe im aktuellen Team „schon Parallelen zur Triple-Sieger-Mannschaft von 2020“, behauptete Serge Gnabry zuletzt: „Auch wenn es noch früh ist für große Aussagen. Aber für mich herrscht aktuell schon die beste Stimmung im Team seit damals“. Und die soll die Bayern tragen. Über Bergamo nach Madrid oder Manchester, nach Paris, Chelsea, Liverpool oder Istanbul bis ins Finale am 30. Mai in Budapest.

Doch erstmal machten sich Kane und Co. am Nachmittag auf den Weg nach Norditalien. Und das auch mit jeder Menge Respekt. Das Versagen des Erzrivalen, dieses 1:4 von Borussia Dortmund in Bergamo vor rund zwei Wochen, war auch den Bayern schließlich nicht entgangen. Er könne bei der Bewertung der Italiener, betonte Eberl, „nur das Spiel gegen den BVB als Benchmark nehmen“. Und da spielte Atalanta um Trainer Raffaele Palladino nun einmal groß auf, drehte ein 0:2 aus dem Hinspiel. „An einem guten Tag zu Hause“, hatte der verletzte Manuel Neuer zuletzt voller Ehrfurcht betont, „können sie Berge versetzen“.

Am Dienstag soll nicht ein solcher sein. Doch über etwaige Drohszenarien machen sie sich bei den Münchnern ohnehin keine Gedanken. Wieso auch? Klar, Neuer fällt nach seinem „kleinen Muskelfaserriss“ aus der Partie gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) erneut aus, viel bedeutender ist jedoch: Die Bayern, in Liga, Pokal und Königsklasse überall aussichtsreich im Rennen, strotzen pünktlich zur heißen Saisonphase nur so vor Selbstvertrauen.

Im Vergleich zur vergangenen Saison, als die Bayern im Viertelfinale der Königsklasse an Inter Mailand gescheitert waren, habe die Mannschaft „nochmal einen Riesenschritt nach vorne gemacht“, schwärmte Neuer-Vertreter Jonas Urbig. Zudem kann Kompany mit Ausnahme von Neuer und Hiroki Ito personell aus dem Vollen schöpfen. Auch Jamal Musiala findet langsam zurück zu alter Stärke, wenngleich ein Startelfeinsatz in Bergamo unwahrscheinlich ist.

Und dann wäre da ja noch Kane. Nach seiner Pause gegen Gladbach, wo er von Nicolas Jackson ordentlich vertreten wurde, will der Engländer wieder angreifen – und im Frühjahr mit den Bayern weiter Sieg an Sieg reihen. Denn: „Wenn man eine Serie startet, entsteht ein Momentum“, sagte Kane zuletzt: „Dann fühlt man sich fast unaufhaltbar“. Wie 2020?

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