Bayer Leverkusen hat in der Saison 2023/24 einen absoluten Coup geschafft und die Meisterschaft in der Bundesliga gewonnen. Und das auch noch ohne zu verlieren.
Fernando Carro hat seinerzeit sichtlich genossen, wie sich Bayer damals entwickelt hat. Deswegen ist es jetzt der Fall, dass Carro leidet. Der Bayer-Boss, der nicht dafür bekannt ist, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, hat sich zuletzt durchaus mutig geäußert.
Das Ziel sei, „die nächste Meistermannschaft“ aufzubauen, um die Bayern in den nächsten Jahren wieder „ärgern“ zu können, sagte der Geschäftsführer bei DAZN. Es brauche aber Geduld: „Wir haben 120 Jahre auf eine Meisterschaft gewartet, da kann man auch mal vier oder fünf Jahre auf die nächste warten.“ Ein 5-Jahres-Plan also?
Rolfes stimmt Carro zu
Dass Carro in solch einer Form vorprescht ist nun nicht neu. Das hat er in der Vergangenheit schon gemacht. Jetzt aber meldete sich auch Simon Rolfes zu Wort und zwar im Doppelpass bei Sport1.

Rolfes weiß, dass es Zeit braucht, um wieder ganz oben angreifen zu können. „Wir können keine Meistermannschaft wie 2024 zusammenkaufen, wir können uns keinen Florian Wirtz kaufen, den müssen wir dann entwickeln“, sagte Rolfes. Beim Umbruch im Sommer habe Bayer versucht, „Spieler zu holen, von denen wir glauben, dass sie noch nicht am Limit ihrer Qualität sind, sondern dass sie in zwei Jahren noch deutlich besser sind und im internationalen Spitzenfußball eine Relevanz haben“.
Das hat bis dato aber noch nicht zu 100 % zum Erfolg geführt. Manch ein Deal war bisher noch gar nicht erfolgsversprechend. Eliesse Ben Seghir zum Beispiel, teuer verpflichtet, spielt noch keine allzu große Rolle. Bei anderen Spielern fehlt bisher die Konstanz. Klar, Potenzial ist da, aber jetzt davon zu sprechen, dass die aktuell vorhandenen Spieler in zwei, drei oder vier Jahren meisterfähig sind, wäre zu früh.

