90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News
  • Transfer News
  • Bundesliga
  • Champions League
  • Nationalelf
  • Premier League
  • La Liga
  • Bonuscodes
90PLUS - Aktuelle Fußball News90PLUS - Aktuelle Fußball News
  • Bonuscodes
  • Bundesliga
  • 2. Bundesliga
  • DFB-Pokal
  • Nationalelf
  • Champions League
  • Europa League
  • Klub-WM
  • Premier League
  • La Liga
  • Serie A
  • Ligue 1
90PLUS » Tottenham-Krise: Warum der Abstieg eine Katastrophe wäre
Premier League

Tottenham-Krise: Warum der Abstieg eine Katastrophe wäre

Lukas Hetterich
19.03.26, 18:37
Lukas Hetterich
TEILEN
Kommentare

Die Tottenham Hotspur stehen vor einem Szenario, das eigentlich als undenkbar galt. Acht Spieltage vor Schluss rangieren die Spurs mit 30 Punkten aus 30 Spielen auf Platz 16 der Premier League, nur einen Zähler vor der Abstiegszone. Nottingham Forest und West Ham sitzen im Nacken, während Tottenham seit Jahresbeginn auf einen Ligasieg wartet.

Dass der sogenannte „St Totteringham’s Day“, den die Anhänger des FC Arsenal traditionell an dem Tag feiern, an dem sicher ist, dass die Spurs rechnerisch nicht mehr vor den Gunners landen können, in dieser Saison bereits am 1. März stattfand, unterstreicht die sportliche Schieflage zusätzlich. Der Klub, der zu den umsatzstärksten der Welt gehört, taumelt. Ein Abstieg ist plötzlich mehr als nur ein theoretisches Szenario.

Sportlicher Spurs-Absturz trotz Milliarden-Investitionen

Die Entwicklung wirkt widersprüchlich. Seit 2021 investierte Tottenham rund eine Milliarde Euro in neue Spieler, das Transferminus liegt bei etwa 800 Millionen. Namen wie Joao Palhinha, Xavi Simons oder Randal Kolo Muani stehen für internationale Qualität, doch auf dem Platz bleibt diese zu oft aus.

Die Zahlen sind alarmierend: 13 Ligaspiele ohne Sieg, bis zum vergangenen Wochenende fünf Niederlagen in Serie, 47 Gegentore und ligaweit die meisten Fehler vor Gegentoren. Beim 1:1 gegen den FC Liverpool gelang zuletzt immerhin ein kleiner Achtungserfolg, doch dieser Punkt ändert wenig an der Gesamtentwicklung. In der Champions League präsentierten sich die Spurs dagegen desolat: Beim 2:5 im Achtelfinal-Hinspiel gegen Atletico Madrid brach die Mannschaft früh auseinander. Vor dem Rückspiel stehen die Londoner mit dem Rücken zur Wand.

Igor Tudor, Tottenham
Foto: Getty Images

In der Liga warten nun direkte Schlüsselspiele. Am Wochenende geht es gegen Nottingham Forest, einem unmittelbaren Konkurrenten im Abstiegskampf. Im Restprogramm folgen weitere richtungsweisende Partien, unter anderem gegen Wolverhampton und Leeds United, das aktuell nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat.

Auch die Trainerfrage verschärft die Krise. Igor Tudor ist bereits der fünfte Coach in viereinhalb Jahren, doch ein Effekt ist bislang nicht erkennbar. Im Gegenteil: Unter ihm verschlechterten sich zentrale Kennzahlen sogar weiter, unter anderem die defensive Stabilität. Sein aggressiver Ansatz sorgt immer wieder für Unordnung, sichtbar etwa bei individuellen Fehlern und Platzverweisen.

Chaos in der Führungsetage als strukturelles Problem

Die sportliche Krise ist eng mit den Entwicklungen im Klub verbunden. Nach 24 Jahren trat Daniel Levy im Herbst 2025 als Vorstandschef zurück. Die neue Führung um CEO Vinai Venkatesham und die sportliche Doppelspitze Johan Lange/Fabio Paratici sollte einen Neustart einleiten, doch dieser misslang bislang offensichtlich.

Paratici verließ den Klub bereits nach wenigen Monaten wieder, auch Trainer Thomas Frank musste gehen. Die ständigen Wechsel haben ein strukturelles Problem geschaffen: fehlende Kontinuität.

Selbst intern wurde Kritik laut. In Gesprächen mit Fanvertretern sprach Venkatesham von erheblichen Defiziten im sportlichen Bereich, etwa bei Transfers und Kaderplanung. Die Turbulenzen auf Führungsebene übertragen sich direkt auf die Mannschaft, die entsprechend instabil wirkt.

Die finanziellen Folgen wären enorm

Ein Abstieg hätte dramatische Konsequenzen, weit über den sportlichen Bereich hinaus. Schätzungen zufolge könnte Tottenham mehr als 250 Millionen Pfund an Einnahmen verlieren. Alle zentralen Erlösquellen wären betroffen: TV-Gelder, Sponsoring, Spieltagseinnahmen und internationale Einnahmen würden massiv einbrechen. Die Gesamteinnahmen könnten von rund 609 Millionen auf etwa 348 Millionen sinken.

Micky van de Ven
Foto: Getty Images

Zwar enthalten viele Spielerverträge Gehaltsklauseln, die bei einem Abstieg eine Halbierung der Bezüge vorsehen. Dennoch bleiben viele Kosten bestehen, etwa Betriebskosten für Stadion und Infrastruktur oder die Gehälter von rund 877 Mitarbeitern.

Auch kommerzielle Deals wie mit Nike oder Hauptsponsor AIA könnten deutlich an Wert verlieren. Für einen Klub dieser Größenordnung wäre der Gang in die Championship kein kurzer Rückschlag, sondern ein langfristiges wirtschaftliches Risiko. Tottenham steht damit vor Wochen, die über Jahre entscheiden könnten. Der Kader ist in jedem Fall stark genug, um die Klasse zu halten, doch aktuell spricht wenig dafür, dass sich das Blatt schnell wendet.

THEMENPremier LeagueTottenham Hotspur
Teile diese News
Facebook Email Copy Link Print

Newsticker

12:00
Aus der Premier League: ManUnited nimmt Casemiro-Ersatz ins Visier
11:00
Offiziell bestätigt: Emre Can unterschreibt neuen BVB-Vertrag
11:00
Gespräche laufen: Verlängert Rüdiger doch noch bei Real Madrid?
10:00
Worauf es ankommt: Bayern-Sportdirektor spricht über Neuer-Verlängerung
09:00
Hamann über DFB-Kader: Diese Spieler fehlen mir

90PLUS - Aktuelle Fußball News
  • Über 90PLUS
  • Netiquette
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
Copyright 2025 - ballnews media
Welcome Back!

Sign in to your account

Username or Email Address
Password

Lost your password?