Nach einer sehr guten Saison 2024/25, in der der FC Liverpool die Meisterschaft gewinnen konnte, ging man voller großer Erwartungen in die Saison 2025/26. Gerade auch, weil sehr viel auf dem Transfermarkt getan wurde.
Für Alex Isak, Giovanni Leoni, Jeremie Frimpong, Florian Wirtz, Hugo Ekitike und Milos Kerkez gaben die Reds mehr als 480 Millionen Euro aus. Die Fans hofften natürlich, dass man diesmal nicht nur in der Liga, sondern auch in der Königsklasse wird angreifen können.
In der Champions League spielt Liverpool bisher ordentlich, steht im Viertelfinale gegen PSG. Im League Cup schied man für die eigenen Ansprüche zu früh aus, in der Liga ist man deutlich hinten dran und muss sogar um die Teilnahme an der Königsklasse zittern. Gegen Brighton gab es am Samstag die nächste Niederlage.
Slot-Liverpool mit großen Problemen
Es fehlt vor allem an der Konstanz und am Rhythmus. An den Dingen, die Liverpool letzte Saison so stark machten. Nach 31 Spielen hat man schon zehn Niederlagen auf dem Konto, 42 Gegentore kassiert. Das ist beides deutlich zu viel und kann so nicht weitergehen. Kein Wunder, dass es schon viele Gerüchte gibt, wonach Slot im Sommer durch Xabi Alonso ersetzt werden könnte. Und zuletzt machten englische Medien nicht einmal einen Hehl daraus, dass es vielleicht besser wäre, schon in der nahenden Länderspielphase die Reißleine zu ziehen.

Es sind nicht nur die Patzer per sé, die Liverpool Probleme bereiten. Es ist auch die Art und Weise. In der Liga spielte man zuhause gegen die Aufsteiger Leeds, Burnley und Sunderland jeweils nur Remis. Es gab eine Pleite in Bournemouth, auch eine bei den Wolves, ein klares 0:3 zuhause gegen Nottingham. Ja, die Premier League ist sehr ausgeglichen und stabil, aber das sind die Spiele, die Liverpool eine Saison zuvor noch gewonnen hätte.
Einige Spieler, die ihre individuelle Klasse einbringen sollen, sind in dieser Spielzeit nicht auf dem Niveau der vorherigen Saison. Mo Salah hat ein wenig abgebaut, andere Spieler müssen erst noch integriert werden und der Prozess funktioniert nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Das sind nur einige Gründe für die Unbeständigkeit.
Eine Statistik wirft ein schlechtes Licht auf Slot
Es gibt aber einen Punkt, den man ganz besonders beachten muss. Eine Statistik ist es, die wirklich dafür sorgt, dass man sich in Liverpool große Gedanken machen muss. Denn: In 27 von jetzt 31 Ligaspielen war der FC Liverpool die Mannschaft, die weniger lief. Gegen Brighton waren es insgesamt sogar fünf Kilometer Unterschied zwischen beiden Mannschaften. Das ist absolut eklatant und war in der letzten Saison nicht in dieser Form der Fall. Im Gegenteil, damals spielte Liverpool oftmals sehr intensiv und das über 90 Minuten hinweg.
Ideal ist das nicht. Mehr noch: Es ist, gerade dann, wenn man unbeständig spielt, kein gutes Zeichen, wenn die Basics – und dazu gehört die Laufarbeit nun einmal – nicht vorhanden sind. Das wirft automatisch auch ein schlechtes Licht auf den Trainer, der eigentlich dafür verantwortlich ist, zumindest diese Elemente einzufordern, auch wenn fußballerisch ein wenig der Wurm drin ist im Spiel des Klubs. Intern wird man diese Statistik zur Kenntnis genommen haben. Und selbst wenn in Teilen der Saison ein eher pragmatischer Stil die Vorgabe war kann ein Festhalten an genau diesem mit schlechter werdender Form nicht gewollt sein.

