Italien wird zum dritten Mal in Folge nicht an einer WM teilnehmen. Trainer Gennaro Gattuso soll vorerst weitermachen.
Der italienische Fußball ist erneut in Schockstarre. Nach Elfmeterschießen scheiterte die Squadra Azzurra an Bosnien und Herzegowina und wird die WM in den USA, Mexiko und Kanada erneut nur als Zuschauer verfolgen können. Schon 2018 und 2022 verpasste der viermalige Weltmeister die Qualifikation für die Endrunde.
Nach dem Schock gegen die Bosnier, die nach einer roten Karte gegen Alessandro Bastoni lange in Überzahl agierten, geht es nun darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Vorerst sollen Teamkoordinator Gianluigi Buffon und Nationaltrainer Gattuso weitermachen.
Italien verpasst die nächste WM: „Tut wirklich weh“
„Dies ist ein heikler Moment, und wir müssen uns die nötige Zeit nehmen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagte der frühere Weltklassetorwart auf der Pressekonferenz nach dem Debakel: „Die Saison endet ja bekanntlich im Juni, daher ist es nur recht und billig, dass wir bis dahin dem Verband, dem Präsidenten und all jenen zur Verfügung stehen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.“
Seit der Amtsübernahme durch Gattuso zeigte sich die Mannschaft zwar verbessert, durch die erneut verpasste WM-Teilnahme droht dem Weltmeister von 2006 dennoch die Ablösung. „Wenn ihr bemerkt habt, dass sich etwas verändert und verbessert, dann freut mich das sehr, denn das war eines der Ziele, die wir uns gesetzt hatten, aber das wichtigste Ziel war natürlich, zur Weltmeisterschaft zu fahren“, sagte Buffon gegenüber italienischen Medien, die trotz der Pleite die Fortschritte in den vergangenen Monaten lobten.

„Das ist etwas, das wirklich wehtut, und das bedeutet, dass wir Gefahr laufen, nicht mehr klar zu denken, also werde ich es dabei belassen. Wir bleiben bis Juni hier, dann werden wir sehen, wie das Ganze weiter angegangen wird“, zitiert Football Italia Buffon. FIGC-Verbandspräsident Gabriele Gravina bestätigte noch am Dienstagabend, dass die beiden Legenden vorerst im Amt bleiben sollen, allerdings steht auch seine eigene Zukunft noch in den Sternen.

