Am kommenden Dienstag ist es soweit: Real Madrid empfängt den FC Bayern zum Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals. Oliver Kahn, einst Torhüter und später Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters, warnt im Vorfeld vor den besonderen Bedingungen im Santiago Bernabéu.
Im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ spricht Kahn über die Wucht der Atmosphäre in Madrid. „Das Publikum in Madrid ist deutlich intensiver als in Barcelona, man hat das Gefühl, alles drückt dich nach unten. Die Atmosphäre kann einen einschüchtern. Und jetzt, mit dem Dach, wird das noch verstärkt“, sagte der 56-Jährige.
Kahn sieht mentale Stärke als Real-Waffe
Dass die Münchner gewarnt sind, kommt nicht von ungefähr. Seit acht Spielen wartet der FC Bayern auf einen Sieg gegen die Königlichen, zuletzt scheiterte man im Halbfinale der Saison 2023/24 trotz zwischenzeitlicher Führung.
Für Kahn ist vor allem die jüngste Entwicklung bei Real entscheidend: „Real kommt aus einer Phase, in der es viele Widerstände überwinden musste, es gab Kritik, Unruhe, einen Trainerwechsel. Und auf einmal kommt der Erfolg gegen Manchester City, und dann spüren sie: Jetzt können wir die Saison drehen. Genau das macht Real so gefährlich.“
Kahn selbst weiß, wovon er spricht. Als Spieler gehörte er zu jener Bayern-Mannschaft, die im Jahr 2000 als erstes deutsches Team überhaupt ein Spiel im Bernabéu gewinnen konnte.
Die Münchner feierten in dieser Saison nicht nur große Siege, sondern zeigten zuletzt auch, dass sie mit Rückschlägen umgehen können. Das unterstrichen sie am vergangenen Bundesliga-Spieltag eindrucksvoll, als sie einen 0:2-Rückstand in der Schlussphase gegen Freiburg noch in einen 3:2-Sieg verwandelten.


