Jose Mourinho hat mal wieder für Schlagzeilen gesorgt. Der Star-Coach von Benfica ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.
Nach dem 1:1 gegen Abstiegskandidat Casa Pia sind die Träume von der Meisterschaft vorbei. Sechs Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Porto sieben Zähler. Auch Platz zwei, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigt, hat Benfica nicht mehr in der eigenen Hand.
Das enttäuschende Remis brachte Mourinho derart auf die Palme, dass er mit Kritik an seinen Spielern nicht hinter den Berg hielt. „Im Moment gibt es bestimmte Spieler, die ich nicht mehr auf dem Platz sehen möchte. Ich möchte einfach nicht, dass sie noch weiter spielen, aber sie sind ein wertvoller Teil des Vereins“, polterte der 63-Jährige: „Selbst wenn ich sie verkaufen möchte, ist das einfacher, wenn ich sie aufstelle, um ihren Marktwert zu erhalten. Manche scheinen den Bezug zur Realität verloren zu haben, als ob sie nicht für den Fußball leben würden.“
Mourinho wütend: „Es mangelt ihnen stark an Charakter“
Manchen Akteuren in seinem Kader sprach Mourinho gar die nötige Motivation ab. „Es gibt Spieler, die hungrig nach Siegen sind, und andere, die das Leben auf die leichte Schulter zu nehmen scheinen. Das macht mich traurig. Sie sind keine schlechten Menschen oder schlechten Profis, aber es mangelt ihnen stark an Charakter“, zitiert Sport Bild den renommierten Coach, der 2010 mit Inter das Triple gewann.

Kurios: Trotz allem ist Benfica als einziges Team in der Liga Portugal noch immer ungeschlagen. Neun Remis haben jedoch dafür gesorgt, dass Porto enteilen konnte, Stadtrivale Sporting hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und kann auf fünf Punkte davonziehen. „Wir haben die Chancen verspielt, die wir noch hatten, Meister zu werden und bis zum Schluss um den Titel zu kämpfen“, haderte Mourinho mit Blick auf das 1:1 gegen Casa Pia: „Wir haben durch dieses Ergebnis viel eingebüßt.“

