Ousmane Dembélé verweigert Berichten der L’Équipe zufolge Verhandlungen bezüglich einer Vertragsverlängerung bei Paris Saint-Germain. Dafür gibt es mehrere Gründe. Als Alternative werden mögliche Transfers nach England oder Saudi-Arabien genannt.
Amtierender Ballon d’Or-Gewinner, FIFA-Weltfußballer, Champions-League-Sieger, der höchstbezahlteste Spieler im Kader seines Teams und eine Vertragslaufzeit bis 2028 – Ousmane Dembélé genießt eine Vielzahl von Privilegien, eine Kombination, die im aktuellen Geschehen des Weltfußballs einzig und allein er aufweisen kann. Bei Paris Saint-Germain durchlebt er die erfolgreichste Phase seiner Karriere und wenn es nach PSG geht, wird der Flügelstürmer diese auch über das Jahr 2028 hinaus fortsetzen. Der 28-Jährige möchte allerdings mindestens bis nach der anstehenden WM warten – und auch danach gibt es keine Garantie für eine schnelle Einigung.
Zum einen hängt Dembélés Entscheidung vom Abschneiden seines Teams im diesjährigen Champions-League-Endspurt ab. Sollte Paris trotz komfortabler Ausgangsituation nach dem 2:0-Sieg gegen Liverpool im Viertelfinalhinspiel aus der Königsklasse ausscheiden, würde der ehemalige Dortmunder das sicherlich nicht als Argument für ein langfristiges Commitment ansehen. Zum anderen möchte Dembélé die Entwicklung der Gehaltsstrukturen abwarten. Den Luxus kann er sich aktuell leisten – aber wie lange würde sich der Scheich-Klub hinhalten lassen?
Würde sich PSG von Dembélé trennen?
Sollten sich die Fronten der beiden Parteien in der kommenden Zeit verhärten, wären laut der L’Équipe sowohl die Premier League, als auch die Saudi Pro League mögliche Adressen für den amtierenden Weltfußballer. Eine höhe Ablöse wäre für viele englische und saudische Clubs zu stemmen, ein Engagement fernab von Europa würde Dembélés Standing in der französischen Nationalmannschaft wohl nicht signifikant verschlechtern. Mannschaftskollege N’Golo Kanté wurde trotz längerem Aufenthalt bei Al-Ittihad von Didier Deschamps immer wieder in die Équipe Tricolore berufen.

Nichtsdestotrotz erscheint ein Wechsel Dembélés, vor allem in diesem Sommer, mehr als unrealistisch. Die lange Vertragslaufzeit, der aktuelle sportliche Erfolg von PSG und die Tatsache, dass Geld für die Franzosen oft nur eine untergeordnete Rolle spielt, lassen darauf schließen, dass ein möglicher Dembélé-Abgang in weiter Ferne zu sein scheint.

