Das Aus in der Champions League konnte Barca-Star Raphinha verletzungsbedingt nicht verhindern. Die Leistung der Schiedsrichter verärgerte den Brasilianer.
Im Hinspiel gegen Atletico wurde Pau Cubarsi nach einer Notbremse des Feldes verwiesen, das gleiche Schicksal ereilte Eric Garcia beim Rückspiel. Zwar entschied Barca das Duell im Metropolitano für sich, das 2:1 war nach der 0:2-Pleite im Hinspiel aber zu wenig. Schlüsselspieler Raphinha konnte beide Partien wegen einer Oberschenkelverletzung nur von der Tribüne aus verfolgen.
„Sie haben uns das Spiel geklaut“, polterte der Flügelstürmer gegenüber TNT Sports nach der Partie in Richtung der Schiedsrichter: „Unglaublich, welche Entscheidungen sie getroffen haben. Ich weiß nicht, wie viele Fouls Atletico heute begangen hat – und der Schiedsrichter zeigt ihnen nicht eine einzige Gelbe Karte.“
Raphinha sauer: „Warum haben Schiedsrichter Angst, dass Barca gewinnt?“
Für die rote Karte gegen Garcia entschied sich Clement Turpin erst nach Intervention des VAR, der Schiedsrichter wollte es zunächst bei Gelb belassen. „Es ist ja in Ordnung, in einem Spiel einen Fehler zu machen – aber gleich in zwei am Stück?! Das kann ich nicht verstehen. Ich würde wirklich gerne verstehen, warum die Schiedsrichter solche Angst davor haben, dass Barcelona gewinnt“, schimpfte Raphinha weiter.
Im Hinspiel hatte auch die rote Karte gegen Cubarsi für Diskussionen gesorgt, allerdings vor allem eine Szene im Atleti-Strafraum. Keeper Juan Musso führte einen Abstoß auf Marc Pubill aus, der den Ball mit der Hand stoppte und erneut ins Spiel brachte. Die Pfeife des Referees blieb stumm, Barca forderte vehement einen Handelfmeter.

„Der Torwart spielt ihm den Ball zu und er berührt ihn mit der Hand. Komm schon, das ist glasklar. Ich habe keine Ahnung, warum der VAR sich da nicht meldet. Ich verstehe es nicht“, konnte es Trainer Hansi Flick nach Abpfiff im Gespräch mit DAZN kaum glauben, dass seinem Team kein Strafstoß zugesprochen wurde. Vor zwei Jahren sorgten Arsenals Keeper David Raya und Innenverteidiger Gabriel für eine ähnliche Aktion, damals gab es keinen Elfmeter, mit der Begründung, es sei ein „kids mistake“ gewesen.

