Im Duell der beiden Borussias wollte der BVB einen Sieg auswärts bei den Fohlen von Borussia Mönchengladbach erfahren. Die Gladbacher hatten ihrerseits einen kleinen Boost vor dem Spiel erhalten, denn St. Pauli, ein Konkurrent im Abstiegskampf, verlor kurz zuvor.
Die Dortmunder setzten in diesem Duell auf gleich zwei Youngster, Luca Reggiani und Samuele Inacio standen in der Startelf. Hier scheint Niko Kovac schon ein wenig in Richtung der neuen Saison zu denken. Beide könnten dann eine größere Rolle im Kader spielen.
Dortmund zu lethargisch unterwegs
Das Spiel im Borussia Park begann durchaus intensiv. Beide Mannschaften hatten eine gewisse Grundidee, die sie umsetzen wollten. Die Fohlen hatten sich vor allem vorgenommen, keine Lücken zu offenbaren und Dortmund nicht spielen zu lassen. Gleichzeitig sollte dann schnell umgeschaltet werden, wenn es mal einen hohen Ballgewinn gab. Die Dortmunder waren deutlich ungefährlicher und unkreativer als in der letzten Woche gegen Freiburg.
Gladbach ließ den BVB eben nicht in die Räume spielen, die der BVB gerne genutzt hätte. Und wenn Serhou Guirassy oder Maxi Beier mal an den Ball kamen, war sofort ein Gegenspieler dazwischen. Vor den Toren passierte allerdings nicht allzu viel. Ein Elvedi-Tor wurde wegen einer klaren Abseitsstellung abgepfiffen, nach einer schönen Kombination musste Gregor Kobel mal aus kurzer Distanz ran, sonst spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab.

Insgesamt waren die Fohlen aber die leicht bessere Mannschaft. Dortmund schaffte es kaum, Gefahr zu erzeugen. Ein Engelhardt-Kopfball nach 42 Minuten sorgte für Gefahr, ging aber knapp am Tor vorbei. Das 0:0 war auch der Stand zur Pause.
Tabakovic mit der Erlösung
Direkt nach dem Wiederanpfiff hatten die Fohlen in persona Haris Tabakovic eine sehr gute Chance, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Gladbach hatte weiterhin seine Momente, es gab Halbchancen nach Hereingaben von der Außenbahn, während Dortmund nur mal eine Einzelaktion von Julian Brandt in petto hatte. Die zweite Halbzeit war noch weniger ereignisreich als die ersten 45 Minuten, weil Gladbach auch nicht wirklich ins Risiko ging.
Nach 71 Minuten hatte der BVB mal eine Möglichkeit durch einen Inacio-Schuss, aber auch hier passierte am Ende nichts wirklich Gefährliches. Ein Silva-Abschluss nach 78 Minuten ging knapp drüber, wenig später hatten die Gladbacher wieder eine gute Möglichkeit zum Führungstor. Das fiel dann in der 89. Minute, als Haris Tabakovic auf die Reise geschickt wurde. Er blieb alleine vor Gregor Kobel eiskalt und erzielte das 1:0. Erst ging die Fahne hoch, dann wurde die Linie gezogen und das Tor zählte! Die gelbe Karte für das Ausziehen des Trikots wird er verkraften können. Das war übrigens nicht nur das Tor zum Sieg, sondern auch zum Klassenerhalt.

