Auch nach der Entlassung von Xabi Alonso konnte Real Madrid seine hohen Ziele nicht erreichen. Superstar Vinicius Jr. profitierte dennoch.
Dem Brasilianer wurde ein angespanntes Verhältnis zu Alonso nachgesagt, der im Januar nach einem halben Jahr bereits wieder seinen Hut nehmen musste. Mehrmals reagierte Vinicius genervt auf Auswechslungen und auch auf dem Rasen lief der Flügelstürmer seiner Form hinter.
Unter Nachfolger Alvaro Arbeloa verspielte Real Madrid die spanische Meisterschaft zwar endgültig und verabschiedete sich zudem aus der Champions League sowie der Copa del Rey, für Vinicius ging es seit dem Wechsel dennoch bergauf. Dabei hat der Nationalspieler vor allem seine Torgefährlichkeit wiedergefunden.
Trotz Vinicius-Aufschwung: Arbeloa vor dem Aus
Während des Alonso-Intermezzos traf der Angreifer nur sieben Mal für die Königlichen, Mittelstürmer Kylian Mbappe musste die Offensive der Blancos über weite Strecken alleine tragen. Seit der Übernahme durch Arbeloa kommt der 25-Jährige aber mittlerweile auf 15 Tore in 23 Pflichtspielen. Eine starke Quote, die in den europäischen Topligen nur Bayern-Goalgetter Harry Kane überbietet, der in diesem Zeitraum sogar 24 Mal traf.
Allzu lange wird Vinicius jedoch wohl nicht mehr mit Arbeloa zusammenarbeiten. Nach dem Aus in der Königsklasse gegen den FC Bayern ist der Stuhl des Trainers noch weiter ins Wackeln geraten. In La Liga ist der FC Barcelona ohnehin bereits enteilt und wird wahrscheinlich schon am kommenden Wochenende die zweite Meisterschaft unter Hansi Flick feiern dürfen.

Wer auf Arbeloa folgen könnte, ist indes offen. Zuletzt wurde über eine gescheiterte Rückholaktion von Zinedine Zidane berichtet. Die französische Ikone hatte seinen Ex-Verein zwischen 2016 und 2018 zu drei Champions-League-Titeln in Folge geführt und stand von 2019 bis 2021 erneut bei den Königlichen an der Seitenlinie. Ein drittes Engagement soll der Franzose jedoch bereits nach der Trennung von Alonso im Dezember abgelehnt haben. In seiner Heimat gilt er als designierter Nachfolger von Nationaltrainer Didier Deschamps, der seinen Platz nach der WM räumen wird.

