Der FC Liverpool hatte am Samstag in der Premier League den FC Chelsea zu Gast an der Anfield Road. Die Blues kamen mit einer riesengroßen Krise in der Liga im Gepäck in dieses Duell.
Liverpool hatte zuletzt zumindest die Basis geschaffen, um am Ende der Saison in der Champions League spielen zu können. Chelsea befindet sich derweil mitten im Abwärtstrend und kann sogar noch auf Platz 13 abrutschen. Europa, das war vor dem Speil schon klar, war massiv in Gefahr.
Also sollte eine Reaktion her, allerdings waren die Vorzeichen nicht gerade gut, was einen Chelsea-Sieg anging, auch aufgrund der personellen Situation.
Liverpool mit gutem Start, aber Chelsea antwortet
Der FC Liverpool begann recht dominant und wollte Chelsea gleich in der eigenen Defensive einschnüren. Es dauerte auch nicht lange bis zum ersten Freistoß, den Dominik Szoboszlai allerdings in die Mauer schoss. Liverpool holte sich aber den zweiten Ball, Ryan Gravenberch schloss aus 18 Metern ab und traf den Ball sehr gut. Dieser flog in die lange Ecke und es stand 1:0 für die Reds. Nach elf Minuten hatte Liverpool die nächste Riesenchance, doch Virgil van Dijk brachte den Ball aus fünf Metern nicht im Tor unter.

Chelsea hatte keine Idee, wie man in dieses Spiel finden kann. Das war ein riesengroßes Problem. Liverpool wirbelte die Abwehr immer wieder durcheinander, ließ aber auch die letzte Konsequenz vermissen. Nach gut 35 Minuten kam dann Chelsea plötzlich. Ein Enzo-Freistoß von Enzo Fernandez rutschte durch, überraschte Giorgi Mamardashvilli und fiel zum 1:1 ins lange Eck. Und direkt danach hatte Chelsea noch zwei weitere gute Möglichkeiten, Liverpool wackelte bedrohlich. Aber das 1:1 konnte man immerhin in die Pause bringen.
Zu wenig Klarheit bei beiden
Direkt nach der Pause war das Tempo im Spiel durchaus hoch, aber auf beiden Seiten wurden die ersten Angriffsgelegenheiten ungenutzt gelassen. Nach 57 Minuten traf Curtis Jones für Liverpool, doch bei der Vorarbeit war Cody Gakpo im Abseits. Deswegen ging die Fahne auch zurecht hoch. Eine Minute später testete Szoboszlai Chelsea-Keeper Filip Jörgensen. Doch die kurzfristige Euphorie in diesem Spiel verflog auch recht schnell wieder und das Spiel verflachte weiter.
In der 71. Minute traf Szoboszlai dann mit einem guten Weitschuss den Pfosten. Nach 78 Minuten köpfte van Dijk aus kurzer Distanz an die Latte, jetzt hatte Chelsea wieder Glück. Es war aber keine große Druckphase, sondern eher ein Spiel, in dem Liverpool immer mal wieder seine Momente hatte. Es gelang nicht, einen angeschlagenen FC Chelsea permanent unter Druck zu setzen.

