Die Meisterfeier des FC Barcelona sorgt nachträglich für Diskussionen. Im Mittelpunkt steht dabei Lamine Yamal, der während der großen Parade durch Barcelona mit einer Palästina-Flagge auf dem offenen Mannschaftsbus zu sehen war. Nun hat sich auch Barca-Coach Hansi Flick öffentlich zu der Aktion geäußert.
Wie die BILD berichtet, distanzierte sich Flick auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel gegen Deportivo Alavés klar von der Szene. „Mir gefällt sowas nicht“, sagte der ehemalige Bundestrainer deutlich. Für Flick stehe der Fußball im Vordergrund: „Wir spielen Fußball, um die Leute glücklich zu machen. Das ist das Erste, was wir tun müssen.“
Flick überlässt Yamal die Entscheidung selbst
Trotz seiner kritischen Haltung machte Flick aber auch klar, dass er seinem Spieler keine Vorgaben gemacht habe. Nach eigenen Aussagen sprach er mit dem 18-Jährigen über die Aktion, stellte aber auch dessen Eigenverantwortung heraus. „Wenn er das machen will, ist es seine Entscheidung. Er ist alt genug“, erklärte Flick.

Yamal, der wegen einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel bereits für den Rest der Saison ausfällt, hatte mit der Flagge während der Feierlichkeiten für weltweite Reaktionen gesorgt. In sozialen Netzwerken wurde die Aktion teilweise gefeiert, gleichzeitig gab es aber auch deutliche Kritik. Auch politisch blieb die Szene nicht ohne Echo. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez stellte sich öffentlich hinter den Barca-Profi und erklärte, dass Palästina „jedes Recht zu existieren“ habe.
Die eigentliche Meisterparty geriet dadurch fast in den Hintergrund. Nach dem Titelgewinn im Clásico gegen Real Madrid feierten laut Polizei rund 750.000 Menschen gemeinsam mit der Mannschaft in den Straßen Barcelonas. Trotzdem zeigt die Reaktion von Flick nun deutlich, dass man beim Klub politische Botschaften rund um die Mannschaft wohl eher kritisch sieht.

