Der FC Bayern München gewann am Samstag mit 5:1 gegen den 1. FC Köln. In diesem Spiel wurde Manuel Neuer nach einer knappen Stunde ausgewechselt, Jonas Urbig kam auf das Feld.
Zu diesem Zeitpunkt wusste keiner, warum der Keeper den Platz verlassen musste. Nach dem Spiel sprach er selbst davon, dass er etwas in der Wade gespürt hatte und kein Risiko eingehen wollte. Neuer selbst erklärte, dass ja in einer Woche das Pokalfinale gegen Stuttgart ansteht und er hofft, da bei 100 % zu sein.
Währenddessen brodelte die Gerüchteküche bezüglich einer Rückkehr in die Nationalelf und Florian Plettenberg berichtete, dass es Neuer dann doch noch – zwei Jahre nach seinem Rücktritt – in den WM-Kader schafft. Als Nummer 1!
Neuer-Diagnose da
Am Sonntag berichtete die BILD dann, dass noch ein Gespräch zwischen Neuer und Bundestrainer Julian Nagelsmann ansteht und dass die Art und Weise der Verletzung eine Rolle bei der Beurteilung einer möglichen WM-Teilnahme spielen wird.
Eben jene Diagnose, auf die gewartet wurde, ist nun da! Der FC Bayern spricht offiziell von „muskulären Problemen“, wegen denen der Torhüter „nun vorerst kürzer treten“ müsse. Also scheint es sich nicht um eine strukturelle Verletzung, zum Beispiel um einen Faserriss, zu handeln.

Ein Muskelfaserriss hätte Neuer für zwei bis vier Wochen außer Gefecht gesetzt, je nach Ausprägung. Diese Diagnose lässt sich jetzt guten Gewissens als Glück im Unglück bezeichnen. Schon am Samstag war der FC Bayern entsprechend vorsichtig, schickte Neuer zwischen den Titelfeierlichkeiten auf dem Platz und der abendlichen Feier sicherheitshalber zur MRT-Untersuchung.

