Große Sorgen um Lamine Yamal. Der Offensivstar des FC Barcelona wird den Start der Weltmeisterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit verpassen. Nach aktuellen Berichten droht dem 18-Jährigen sogar das Aus für die ersten beiden Gruppenspiele der spanischen Nationalmannschaft.
Wie The Athletic berichtet, wird Yamal das Auftaktspiel gegen Kap Verde am 15. Juni wohl definitiv verpassen. Auch für die zweite Partie gegen Saudi-Arabien am 21. Juni gilt der Flügelspieler aktuell als großer Wackelkandidat. Hintergrund ist weiterhin seine Oberschenkelverletzung, die er sich im vergangenen Monat beim Liga-Spiel des FC Barcelona gegen Celta Vigo zugezogen hatte.
Spanien und Barcelona stimmen sich eng ab
Der spanische Verband arbeitet laut Bericht inzwischen intensiv mit Barcelona zusammen. Mitglieder des medizinischen Teams der Nationalmannschaft sollen regelmäßig nach Barcelona reisen, um den Heilungsverlauf des Youngsters zu beobachten. Barca verfolgt bei Yamal aktuell einen vorsichtigen Reha-Plan, um kein weiteres Risiko einzugehen.

Das Ziel bleibt offenbar eine Rückkehr im Laufe der Gruppenphase der WM. Spaniens letztes Gruppenspiel gegen Uruguay findet am 26. Juni statt. Vor dem Turnier stehen außerdem noch Testspiele gegen den Irak und Peru an, bei denen Yamal wohl ebenfalls fehlen dürfte. Für Spanien wäre ein längerer Ausfall des Offensivspielers ein großer Schlag. Yamal spielte eine überragende Saison und kam in 45 Pflichtspielen auf 24 Tore und 16 Vorlagen. Schon bei der EM 2024 gehörte er zu den wichtigsten Spielern der Spanier und wurde dort schon in jungen Jahren zum internationalen Superstar.
Die aktuelle Verletzung sorgt aber auch erneut für Diskussionen rund um den Umgang mit Yamal. Bereits im Herbst hatte Hansi Flick öffentlich Kritik am spanischen Verband geäußert. Damals war Yamal angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekehrt und hatte mehrere Spiele für Barcelona verpasst. Flick erklärte damals, junge Spieler müssten besser geschützt werden. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente widersprach den Vorwürfen allerdings und betonte, dass man bei verletzten Spielern „null Risiko“ eingehe. Kurz vor der WM wächst bei Spanien aktuell die Nervosität. Nach den Problemen von Nico Williams und Fermin Lopez droht der Europameister nun auch zum Turnierstart auf seinen größten Offensivstar verzichten zu müssen.

