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90PLUS » Vor dem Start in die WM: Fünf Forderungen an das DFB-Team
WM 2026

Vor dem Start in die WM: Fünf Forderungen an das DFB-Team

Manuel Behlert
14.06.26, 09:50
Manuel Behlert
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Joshua Kimmich
Foto: Getty Images

Heute startet die deutsche Nationalmannschaft in die Weltmeisterschaft 2026. Das Auftaktspiel findet gegen Curacao statt, es folgen Duelle mit der Elfenbeinküste und Ecuador. 

Das Turnier soll erfolgreicher werden als die letzten beiden Weltmeisterschaften als die DFB-Elf jeweils in der Vorrunde ausschied.

Damit das gelingt müssen einige Dinge umgesetzt werden. Daraus ergeben sich fünf Forderungen an die deutsche Mannschaft!

Jetzt reinhören: WM-Wecker – Der Daily Podcast zur WM 2026!

Die Balance wahren

Für die deutsche Mannschaft wird es sehr wichtig sein, nicht zu oft in Kontersituationen zu laufen. Eine gute Balance ist das A und O. Wenn einer der Außenverteidiger anschiebt muss ein anderer Spieler absichern. Wenn Felix Nmecha einen Vorstoß wagt, muss Aleks Pavlovic den Raum abdecken. Wenn Kimmich ins Zentrum zieht, muss zumindest ein Blick auf den Flügel geworfen werden.

Das sind zwar Basics, aber diese fehlten in den letzten Turnieren mitunter und sorgten im Endeffekt dafür, dass die deutsche Mannschaft oftmals ins Schwimmen geriet.

Den Ball laufen lassen

Die Temperaturen in Nordamerika sind ein Thema. Es kann heiß werden, in vielen Städten könnten sich wirkliche Hitzeschlachten entwickeln. Je nach Anstoßzeit auch noch verbunden mit drückender Schwüle.

Heißt: Es ist wichtig, dass man den Ball laufen lässt. Viele Verlagerungen sind in das Spiel zu integrieren, damit der Gegner maximal häufig in Sprintaktionen gehen muss. Das raubt Kräfte, deutlich mehr als ein konzentrierter Vortrag mit dem Ball. Hier sind vor allem die Techniker gefordert.

DFB
Foto: Getty Images

Geduld mit Musiala und Havertz

Jamal Musiala und Kai Havertz gehen nicht mit 100 % in dieses Turnier. Beide hatten mit Verletzungen zu kämpfen, wobei Havertz nach den letzten Wochen bei Arsenal schon deutlich näher an seiner Normalform ist als es bei Musiala der Fall ist.

Der entscheidende Punkt ist aber: Musiala kann auch mit 80 oder 85 % entscheidende Aktionen kreieren. Trotzdem ist Geduld gefragt, es muss auch mal erlaubt sein, ein oder zwei Aktionen im Spiel zu haben, die nicht funktionieren. Der Wille ist da – bei beiden. Und Havertz hat zuletzt unter anderem im Endspiel der Champions League getroffen.

Die Joker nutzen

Völlig unabhängig davon, wie die deutsche Mannschaft in ein Spiel geht: Joker sitzen reichlich auf der Bank. Sei es ein David Raum als Außenverteidiger, ein Standard-Spezialist wie Nadiem Amiri, ein Box-to-Box-Player wie Leon Goretzka, ein Flügelspieler wie Jamie Leweling, der auch viele Akzente im Spiel gegen den Ball setzt oder aber Angreifer wie Deniz Undav.

Für Julian Nagelsmann wird es wichtig sein, diese Optionen zu nutzen und gerade bei den schwierigen äußeren Bedingungen viel zu wechseln.

Volle Konzentration bei Standards

Standardsituationen können bei diesem Turnier das absolute A und O sein. Die ruhenden Bälle sind wichtig, um am Ende im Turnier vorankommen zu können. Sowohl auf der Defensivseite als auch im Angriff. Kein Wunder, denn selbst kleine Nationen haben meist mindestens einen Spieler im Kader, der gute Standards schießen kann. Und großgewachsene Spieler findet man auch fast überall.

Deswegen muss die DFB-Elf sehr konzentriert agieren. Die eigenen Standards stehen im Vordergrund, aber defensiv darf man sich nicht übertölpeln lassen.

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