Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt am heutigen Sonntag im ersten Gruppenspiel der WM 2026 gegen Curacao. Für die DFB-Elf wird es eine Partie, die schon so ein wenig die Stimmungslage definiert.
Kein Wunder, denn bei den letzten beiden Weltmeisterschaften schied Deutschland jeweils in der Gruppenphase aus. Die Schmach dieser Turniere soll sich nach dem Selbstverständnis der DFB-Elf natürlich nicht wiederholen.
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Die Vorzeichen sind zwar anders, Restzweifel aber erlaubt. Die Vorbereitungsspiele gegen Finnland (4:0) und die USA (2:1) waren grundsolide, aber auch nicht mehr. Schlüsselspieler Serge Gnabry fehlt, ebenso der unbekümmerte Lennart Karl.
Und dann gibt es da auch noch Spieler wie Kai Havertz oder Jamal Musiala, die zumindest nicht bei 100 % sind.
DFB-Team will überzeugen
Die klare Marschroute ist es natürlich dennoch, in diesem Spiel gleich von Anfang an zu überzeugen und gar keine Zweifel aufkommen zu lassen. Curacao gilt eher als Fußballzwerg, auch wenn viele Spieler die Erfahrung aus einigen Spielen in der niederländischen Eredivisie mitbringen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann ist aber der gleichen Meinung wie viele Experten: Hier sollte die deutsche Mannschaft im Idealfall schon einen souveränen und deutlichen Sieg einfahren. Der würde dann natürlich nicht nur für eine gute Stimmung im Team und im Land sorgen, sondern auch zu einer eher breiten Brust führen.

Die Vorzeichen stehen nicht schlecht, einige Tücken gibt es aber auch. So ist Dick Advocaat auf der Gegenseite an der Seitenlinie ein erfahrener Trainer, der auch sehr genau weiß, wie man mit Zeitverzögerungen, taktischen Fouls und viel Kompaktheit einen Favoriten ins Wanken bringen kann. Darauf muss sich die deutsche Mannschaft einstellen.
Schnelles Spiel ist wichtig
Gespielt wird in Houston, das Stadion ist klimatisiert, aber dennoch gilt: Man muss den Ball laufen lassen.
Je mehr Sprints der Gegner machen muss, desto mehr wird er auseinandergezogen. Und desto mehr Probleme bekommt er. Curacao ist fit, keine Frage, aber diese Bedingungen sind Gift für die Teams, die permanent in Bewegung sein müssen. Das ist also der Auftrag an die Nagelsmann-Elf. Es muss schnell gespielt werden, das Tempo muss variiert werden, Verlagerungen sind das A und O.
Wenn das gelingt und gleichzeitig auch noch ein frühes Tor fällt, dann sieht es sehr gut aus, was die Ambitionen der deutschen Mannschaft bei der WM-Eröffnung angeht. Falls nicht, dann könnte es selbst gegen diesen Gegner ein zähes Spiel werden. Für die breite Brust wäre das alles andere als zuträglich.

