Im Werben um Supertalent Nathan De Cat vom RSC Anderlecht scheint die TSG Hoffenheim Ernst machen zu wollen. Auch der Spieler selbst scheint einem Wechsel in den Kraichgau nicht abgeneigt zu sein. Die TSG müsste für den 17-Jährigen aber wohl tief in die Tasche greifen. Im Raum steht eine Rekordablöse.
Laut Informationen der BILD haben bereits konkrete Gespräche zwischen den Parteien stattgefunden. Trotz Interesse zahlreicher Top-Clubs wie Manchester City oder Bayern München kann sich De Cat einen Wechsel zu einem (im Verhältnis) kleineren Verein gut vorstellen, um behutsam an das internationale Top-Niveau herangeführt zu werden.
Hoffenheim wäre dafür ein geeignetes Sprungbrett. In Anderlecht sieht der Mittelfeldspieler seine Zukunft jedenfalls nicht. Seinen bis 2027 laufenden Vertrag will er Berichten zufolge nicht verlängern. Das würde bedeuten, dass Anderlecht nur noch in diesem Sommer eine marktgerechte Ablösesumme erzielen könnte. De Cats Marktwert liegt aktuell bei 27 Millionen Euro. Damit belegt er in der Kategorie der wertvollsten 17-Jährigen international den dritten Platz hinter Arsenals Max Dowman und Liverpools Rio Ngumoha (beide 30 Millionen).
Bezahlt Hoffenheim für De Cat eine Rekordablöse?
Hoffenheim spekuliert auf eine Ablösesumme unter Marktwert, das festgelegte Preisschild liegt dem Vernehmen nach bei 25 Millionen Euro. Schlägt Hoffenheim zu, würde De Cat zum teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte werden. Dieser Titel gehört aktuell noch Adam Hlozek. Die TSG zahlte im August 2024 insgesamt 18 Millionen Euro für die Dienste des Tschechen, der vorher für Ligarivale Bayer Leverkusen auflief.

Mit dem belgischen Supertalent würde Hoffenheim einen Box-to-Box-Spieler für das zentrale Mittelfeld gewinnen, der aber auch als Sechser vor der Abwehrkette funktioniert. Auch als Spielmacher lief der 17-Jährige bereits auf. In einer für Anderlecht enttäuschenden Saison konnte De Cat dennoch individuell überzeugen. Seine Stärken liegen vor allem im Spielverständnis und der Fähigkeit, durch clevere Pässe das Angriffsspiel einzuleiten. Auch physisch ist der 1,92m-Mann bereits sehr weit, die Ausdauer ist ein weiteres großes Plus. Trotz starker Leistungen wurde De Cat von Nationaltrainer Rudi Garcia allerdings nicht für die WM nominiert. Sein Nationalmannschaftsdebüt gab er im März, weitere Einsätze scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.

