Die deutsche Nationalmannschaft hat den Gruppensieg in ihrer WM-Gruppe nach zwei Spielen schon sicher. Das 2:1 gegen die Elfenbeinküste war dabei ein Charakter- und Realitycheck.
Jetzt ist natürlich die Frage, ob man im dritten Spiel ein wenig rotiert. Zu viel Rotation ist auch nicht ideal, weil es den Rhythmus stört. Das wird nicht nur der Bundestrainer auf dem Schirm haben.
Denn: Auch Lothar Matthäus, der Rekordnationalspieler des DFB, empfiehlt, dass man es mit den Wechseln nicht zu sehr übertreibt.
Zunächst lobte er die zweite Reihe beim DFB. „Sie haben die Qualität, weswegen sie auch mitgenommen wurden. Das hat alles funktioniert und das ist eine tolle Erkenntnis für den Trainer. Ich glaube schon, dass man Undav jetzt von Anfang an bringen müsste – was die Leistung betrifft, was die Quote betrifft“, so Matthäus in seiner Kolumne bei Sky.
Matthäus warnt vor zu vielen Experimenten
Und erklärte dann: „Wenn man jetzt aber denkt, man könne ein bisschen mehr rotieren und mal Ersatzspieler spielen lassen, weil man Gruppenerster ist – nein. Du kannst mal einen angeschlagenen Spieler weglassen. Du kannst mal einen Spieler weglassen, der vielleicht eine Überbelastung hat. Aber die Zeit zwischen den Spielen – auch später in der K.o.-Runde – ist so groß, dass du dich erholen kannst.“
Matthäus erläuterte weiterhin: „Man sollte einen Rhythmus und Kern beibehalten. Jetzt im Spiel gegen Ecuador keine Experimente machen. Das wäre der falsche Ansatz. Veränderungen wird es geben, da bin ich mir sicher. Aber nicht nur, weil wir qualifiziert sind, sondern auch aufgrund der Leistungen des ein oder anderen Spielers.“

