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90PLUS » Vinícius trifft doppelt, kein Gegentor in drei Spielen: Brasilien ist das Team dieser WM
WM 2026

Vinícius trifft doppelt, kein Gegentor in drei Spielen: Brasilien ist das Team dieser WM

Fritz Pecker
25.06.26, 04:11
Fritz Pecker
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Brasilien
Foto: Getty Images

Drei Spiele. Drei Siege. Null Gegentore. Vinícius Junior trifft doppelt gegen Schottland, Matheus Cunha macht das dritte. Brasilien spielt diese Gruppenphase, als wäre es ein Aufwärmtraining. Das muss man erst mal sacken lassen.

Trainer Carlo Ancelotti, der Mann, der die Champions League kennt wie seine Westentasche, hat hier ein Team aufgebaut, das technische Brillanz mit taktischer Disziplin verbindet – und das auf einem Niveau, das seit Jahren kein Favorit mehr gezeigt hat.

Vinícius: Der Mann, den niemand stoppen kann

Vinícius Junior ist der gefährlichste Spieler dieser WM. Punkt. Sieben Minuten – und Schottland lag bereits zurück. Dann nochmal kurz vor der Halbzeit. Der Linksaußen des Real Madrid hat in diesen drei Vorrundenspielen eine Präsenz entwickelt, die Gegner schlicht überfordert. Kein Team hat bisher eine Antwort gefunden.

Und das Beunruhigende für alle anderen: Brasilien hat Rodrygo, Raphinha und Endrick auf der Bank sitzen. Wenn Vinícius mal einen schlechten Tag hat – was in diesem Turnier noch nicht vorkam – kommen Weltklassespieler von der Bank. Das ist keine Mannschaft. Das ist ein Kader der Extraklasse.

Was diese Brasilien-Mannschaft von früheren Generationen unterscheidet

Viele erinnern sich an das Brasilien von 2014 – das Turnier im eigenen Land, das mit dem 1:7 gegen Deutschland endete. Oder an das Brasilien von 2022, das im Viertelfinale gegen Kroatien an Elfmetern scheiterte. Diese Mannschaft hier fühlt sich anders an. Strukturierter. Stabiler. Weniger abhängig von einem einzelnen Moment der Magie.

Ancelotti hat eine Defensive aufgebaut, die bisher kein einziges Gegentor zuließ. Das war Brasiliens größtes Problem in der Vergangenheit – die offensive Brillanz ohne defensive Verlässlichkeit. Dieses Mal ist es anders. Das könnte der entscheidende Unterschied sein.

Wer im Achtelfinale auf Brasilien trifft, braucht vor allem eines: einen historisch guten Tag. Und selbst dann ist es fraglich, ob es reicht.

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