England ist bei der WM 2026 auf dem Weg ins Sechzehntelfinale. Der Kader von Thomas Tuchel sorgt dennoch weiter für Gesprächsstoff.
Besonders die Nichtberücksichtigung von Chelsea-Star Cole Palmer kam überraschend. Trotz des ordentlichen Starts mit vier Punkten aus den Spielen gegen Kroatien und Ghana ist Ex-Nationalspieler Jamie Carragher weiterhin kein Fan der Tuchel-Entscheidung.
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Beim biederen Auftritt gegen das kompakte Ghana fiel den Three Lions in der Offensive wenig ein, Palmers Kreativität hätte dem Titelkandidaten durchaus gutgetan. „Es war eine Szenerie, wie wir sie bei der Nationalmannschaft so häufig erlebt haben. England fällt nichts ein gegen eine Mannschaft, die tief steht und uns die Aufgabe stellt, etwas Magie für den Dosenöffner zu finden“, schrieb Carragher in seiner Kolumne für den Telegraph:: „Und dafür braucht man einen Zauberer. Und vom Moment seiner Kadernominierung war die große Sorge, dass er die Nummer zehn mit den besten Tricks nicht berücksichtigt hat.“
Carragher kritisiert Tuchels Kader: Fehlt der X-Faktor?
Damit spielte der frühere Liverpool-Verteidiger auf Palmer an, der nach einer schwachen Rückrunde mit Chelsea ebenso aussortiert wurde wie ManCity-Eigengewächs Phil Foden. „Für mich ist das große Problem an diesem Kader die Balance“, kritisierte Carragher: „Wenn man 26 Spieler nominieren darf, dann wähle ich mindestens einen Maverick aus. Einen Spieler mit dem ‚X-Factor‘, der ein anderes Profil hat als alle anderen.“
Dass ausgerechnet Palmer zuhause bleiben musste, fühle sich daher „einfach verkehrt an. Ein Spieler, der im EM-Finale getroffen und Paris Saint-Germain bei der Klub-WM zerpflückt hat.“

Auf seine erste Weltmeisterschaft muss Palmer mindestens vier weitere Jahre warten. Bisher stand der 24-Jährige seit seinem Debüt im November 2023 14-mal für die Three Lions auf dem Rasen, dabei gelangen ihm zwei Tore. Bei der EM in Deutschland hatte er zwar keinen Stammplatz inne, glänzte aber als einflussreicher Joker. Eine Rolle, die Carragher ihm auch bei der WM zugetraut hätte.

